Jeder zweite Fahrer will Autopiloten nicht überwachen

    20. März 2017, 12:33
    23 Postings

    Zehn Prozent finden, einige festgelegte Tätigkeiten wie E-Mails lesen sollte erlaubt sein

    Über die Hälfte der Autofahrer wollen bei eingeschaltetem Autopiloten nicht zur Überwachung des Selbst-Lenksystems verpflichtet werden. Nach einer am Montag vom deutschen Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) veröffentlichten Umfrage halten nur 39 Prozent der Befragten eine ständige Kontrolle für obligatorisch. Zehn Prozent finden, einige festgelegte Tätigkeiten wie E-Mails lesen sollte erlaubt sein. Knapp ein Drittel plädiert dafür, bei eingeschaltetem Autopiloten alles außer den Fahrersitz zu verlassen oder zu schlafen zuzulassen. Jeder Zehnte meint, wenn das Auto alleine fahre, seien dem Chauffeur keine Einschränkungen aufzuerlegen. Weitere zehn Prozent haben keine Meinung.

    Gesetzesentwurf eingebracht

    Vergangene Woche wurde der Gesetzentwurf der Bundesregierung zum autonomen Fahren in den Bundestag eingebracht. Für die Autoindustrie ist das Gesetz für die Entwicklung selbstfahrender Autos von großer Bedeutung. Eine zentrale Frage ist die Haftung bei Unfällen. "Fahren mit Autopilot macht nur Sinn, wenn der Fahrer dadurch von der Fahraufgabe entlastet wird", erklärte vzbv-Chef Klaus Müller. "Das Gesetz muss dringend nachgebessert und eindeutig festgelegt werden, was Fahrer beim automatisierten Fahren tun dürfen und was sie lassen müssen." (Reuters, 20.3.2017)

    • Schild am Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe
      foto: apa/dpa/uli deck

      Schild am Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe

    Share if you care.