"Mass Effect Andromeda"-Kritiken: Der bisher schwächste Teil der Sci-Fi-Saga

Presseschau20. März 2017, 11:07
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Interessante Geschichte, aber unsauber umgesetztes und unfokussiertes Shooter-Rollenspiel

Es hätte der große Neuanfang der "Mass Effect"-Serie werden sollen – mit einer unbekannten Galaxie und frischen Ansätzen. Geht es nach den Kritiken der Fachpresse, ist dieser Neustart allerdings nicht rundum geglückt: "Mass Effect Andromeda" ist der bislang mit Abstand am schlechtesten bewertete Teil der Sci-Fi-Saga. Schuld daran scheinen vor allem eine unsaubere Umsetzung, repetitive Missionsdesigns und ein Mangel zu Innovation zu sein.

Potenzial verschenkt

"Mit ein wenig mehr Fokus hätte 'Andromeda' ein großartiges Spiel sein können", schreibt Gamesradar. "Die Aussicht, neue im Weltall unbekanntes Terrain entdecken zu können, ist aufregend und die Charaktere, die diese neue Welt bewohnen, sind interessant. Manche der Schauplätze sind echte Schönheiten und der Haupthandlungsstrang ist spannend genug, um einen bis zu Ende zu fesseln. Doch es gibt zu viele Füller-Missionen. Zu viele Kämpfe für ein Spiel mit einem schwachen Kampfsystem. Stellt man die Gesamterfahrung neben jene von unendlich ausgefeilteren Open-World-Spielen wie 'The Witcher 3' und 'Horizon Zero Dawn' oder der originalen Trilogie – schneidet 'Andromeda' im Vergleich sehr schwach ab. Kein Desaster, aber definitiv nicht der Neustart, den die Serie gebraucht hätte und auf das die Fans gewartet haben."

Beschäftigungstherapie

Der Seite Polygon zufolge, könne "Andromedas" Geschichte dennoch bis zum Schluss unterhalten, wenn man gewillt sei, über die Schwächen hinweg zu sehen. Die technischen Mankos seien zwar nicht spielzerstörend, aber unglaublich ablenkend.

Eurogamer stört hingen das eher lose Missionsdesign, durch das man immer wieder das Ziel aus den Augen verliere. "Es ist ein Spiel, das mehr daran interessiert ist, einen zu beschäftigen, als einen darauf gespannt zu machen, was als nächstes geschieht und welche Auswirkungen die eigenen Entscheidungen haben."

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So spielt sich "Mass Effect Andromeda"

Unsauber umgesetzt

Die Atmosphäre sei laut Kritikern die größte Stärke des Spiels. Und je nach Anspruch könnten auch die mit Ausweichmanövern beschleunigten Feuergefechte unterhalten. "'Andromeda' ist ein umfangreiches Action-Rollenspiel mit ein paar starken Momenten, die an die Highlights der wegweisenden Trilogie erinnern, und die energiegeladenen Kämpfe und die fantastischen Soundeffekte erzeugen eine potente Sci-Fi-Atmosphäre", schreibt IGN. "Aber durchwachsene Dialoge, ein uninspirierender Cast, ein Mangel an neuen Rassen, keine Individualisierung der Mitstreiter und große Performance-Probleme und Bugs, fordern ihren Tribut." (zw, 20.3.2017)

"Mass Effect Andromeda" erscheint am 23. März für Windows-PC, PlayStation 4 und Xbox One.

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    bild: mass effect andromeda
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