Pfarrgemeinderatswahl: Etwas weniger Beteiligung als 2012

20. März 2017, 06:27
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Endgültiges Ergebnis Ende der Woche zu erwarten

Wien – Die Beteiligung bei der Pfarrgemeinderatswahl am Sonntag ist verglichen mit 2012 leicht gesunken. Während die Diözesen Wien, Klagenfurt, Salzburg, Linz St. Pölten, Eisenstadt und Innsbruck mit leichten Rückgängen den Wahltag abschlossen, habe Feldkirch einen Zuwachs der Wahlbeteiligung erzielt, hieß es aus dem zuständigen Referat der Erzdiözese Wien. Aus Graz fehlen noch repräsentative Zahlen.

Noch handelt es sich um vorläufige Zahlen zur Pfarrgemeinderatswahl, da nur etwa 80 Prozent der Pfarren ausgezählt sind. Mit den Endergebnissen ist in den kommenden Tagen zu rechnen. Landesweit waren am Sonntag rund 4,6 Mio. Katholiken zur Teilnahme berechtigt. Anders als bei politischen Wahlen auch jene, die keinen österreichischen Pass haben. Bei der letzten Pfarrgemeinderatswahl im Jahr 2012 gab ebenfalls rund jeder fünfte wahlberechtigte Katholik seine Stimme ab.

Gewählt wurden diesmal 28.000 Frauen und Männer, die für die nächsten fünf Jahre Verantwortung für die Gestaltung des kirchlichen Lebens in den rund 3.000 Pfarrgemeinden übernehmen. Das Motto lautete diesmal "Ich bin da.für". Erfahrungsgemäß zieht laut "Kathpress" rund die Hälfte der gewählten Pfarrgemeinderats-Mitglieder neu in das Gremium ein, die anderen übernehmen die Aufgabe für eine weitere fünfjährige Periode.

In allen Diözesen zeigen sich durchaus markante Unterschiede im Wahlergebnis einzelner Pfarren. "Strukturfragen, die Entwicklung der letzten Jahre und das Vorhandensein oder Fehlen einer Aufbruchsstimmung findet seinen direkten Niederschlag in der Wahlbeteiligung", hieß es. Während mancherorts die Wahlbeteiligung um fast ein Viertel anstieg, zeigt sich in Pfarren, wo dem PGR wenig Bedeutung zugemessen wird, ein Rückgang der Wahlbeteiligung in ebendiesen Ausmaßen.

Ein einheitlicher Trend liegt in einem weiteren leichten Anstieg des Frauenanteils der gewählten Pfarrgemeinderäte auf 60 Prozent. Ebenso bleibt der Anteil an neu in das Gremium gewählten Personen bei 47 Prozent konstant hoch. Das Durchschnittsalter der Gewählten stellt sich wieder unterschiedlich dar – ganz "jungen" Gremien mit 35 Jahren Durchschnittsalter stehen auch solche mit 68 Jahren gegenüber. Insgesamt beträgt das Durchschnittsalter nach derzeitigem Auszählungsstand 52 Jahre.

Die Wahlbeteiligung gemessen an den Gottesdienstbesuchen der Statistik-Sonntage ist in keiner Diözese abgefallen, besonders in den Diözesen Linz und Salzburg deutlich gestiegen, was laut Pfarrgemeinderatsreferat der Erzdiözese Wien zeigt, dass die Bindung an Pfarre bzw. Kirche nicht zwingend nur mit dem regelmäßigen Gottesdienstbesuch verknüpft ist. (APA, 20.3.2017)

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