Start-up will 2018 das erste LTE-Netz auf dem Mond errichten

Video19. März 2017, 13:43
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Part-Time-Scientists plant private Mondmission mit Rovern, die per LTE kommunizieren

Das Berliner Start-up Part-Time-Scientists will hoch hinaus. Das Unternehmen plant derzeit eine private Mondmission. 2018 will es auf dem Erdtrabanten das erste LTE-Netz errichten. "Wir wollen zeigen, dass LTE auf dem Mond funktioniert", sagt Chef Robert Böhme zur Nachrichtenagentur dpa.

Stromsparend

Auf der Cebit, die am 20. März in Hannover startet, will man die zwei Rover Lunar Quattro von Audi und das Landemodul Alina vorstellen, mit denen es auf den Mond gehen soll. Zur Kommunikation zwischen der Raumkapsel und den Fahrzeuge sowie zur Datenübertragung auf die Erde soll ein LTE-Netz zum Einsatz kommen. Im Vergleich zu bisherigen Übertragungstechniken benötigt LTE weniger Energie, die Fahrzeuge können dadurch länger betrieben werden, erklärt Böhme. Zudem sollen Fotos schneller und in höherer Qualität zur Erde geschickt werden können. Mit LTE-V sollen künftig auch Fahrzeuge im Straßenverkehr vernetzt werden.

audi deutschland

Das Mondnetz soll in Zusammenarbeit mit dem Mobilfunker Vodafone entstehen. Im kommenden Jahr soll die Ausrüstung mit einer Falcon-Trägerrakete von Cape Canaveral aus zum Erdtrabanten gebracht werden.

Mit LTE werde für die Kommunikation eine Standard-Technologie genutzt, die Stabilität und Geschwindigkeit verspreche, sagte Hannes Ametsreiter, Chef von Vodafone Deutschland. Die von Audi stammenden Rover können untereinander sowie mit dem Landemodul kommunizieren und dabei auch als Hotspot dienen. "Bislang erfindet jede Mission zum Mond das Rad neu, um Daten auszutauschen", sagt Böhme. "Wir setzen auf Etabliertes und legen damit auch den Grundstein für zukünftige Projekte." Die Basisstation sowie die Rover sollen nach Projektende vor Ort bleiben und künftigen Erkundungen zur Verfügung stehen.

Mission soll 14 Tage dauern

Die Raumkapsel Alina sowie die Vehikel sollen auf der Mondoberfläche über 12 bis 15 Kilometern Entfernung hinweg miteinander Daten austauschen können. Der Ausflug soll etwa 14 Tage dauern. In dieser Zeitspanne wollen wir alle Forschungsziele erledigen, sagt Böhme.

Unter anderem verfolgt Böhme mit seinem internationalen Team auch ein Projekt für die NASA, bei dem das Pflanzenwachstum auf dem Mond erforscht werden soll. Die Rover sollen dabei kontinuierlich Fotos machen können. "Das war früher nur alle 10 bis 15 Minuten möglich – und das in schlechter Qualität."

Mit dem Projekt der privaten Raumfahrt hat Böhme mit seinem rund 70-köpfigen Team vor rund acht Jahren begonnen. Bis zu 100 Kilogramm kann das Landemodul inzwischen auf den Mond befördern. Es soll in der Nähe des Landeplatzes der letzten bemannten Mondmission Apollo 17 aufsetzen. Rover und Basisstation sollen danach auf dem Mond bleiben und zukünftigen Missionen zur Verfügung gestellt werden. (red/APA, 19.3.2017)

Update: Artikel um weitere Informationen zur Mission erweitert.

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Part-Time-Scientists

  • Illustration des Audi-Rovers auf dem Mond.
    foto: ptscientists.com

    Illustration des Audi-Rovers auf dem Mond.

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