Tausende bringen sich in umkämpfter Stadt Mossul in Sicherheit

    18. März 2017, 19:54
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    Familien mit alten Menschen und Kindern bahnten sich ihren Weg durch schlammige Straßen

    Mossul – Tausende Bewohner der irakischen Großstadt Mossul haben am Samstag abflauende Kämpfe zwischen der Armee und der Extremistenmiliz IS genutzt, um sich aus dem Westen der Metropole in Sicherheit zu bringen. Familien mit alten Menschen und Kindern bahnten sich ihren Weg durch schlammige Straßen. Einige berichteten, sei hätten seit Wochen kaum etwas gegessen.

    Die irakischen Sicherheitskräfte haben von den Extremisten bereits den Osten sowie die Hälfte des Westteils der Stadt zurückerobert. Im verbleibenden Gebiet können sich immer noch 600.000 Menschen mit den IS-Kämpfern aufhalten. Die Regierungstruppen konzentrieren sich jetzt darauf, die Al-Nuri-Moschee einzunehmen, wo IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi im Jahr 2014 ein Kalifat ausgerufen hatte. Ein Polizeioffizier erklärte, es seien nur noch wenige Angriffe nötig, um das Gotteshaus einzunehmen.

    Der IS steht auch in Syrien unter Druck, wo im April die Offensive auf die Hauptstadt Rakka beginnen soll. Nach Niederlagen in Rakka und Mossul dürfte die Gruppe Experten zufolge in den Untergrund gehen und weiter Anschläge verüben. (Reuters, 18.3.2017)

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      foto: reuters/youssef boudlal
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