Israelische Armee greift Hamas im Gazastreifen an

18. März 2017, 14:37
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Streitkräfte reagieren auf Beschuss Südisraels mit Rakete

Jerusalem – Als Vergeltung für einen Raketenangriff auf Südisrael vom Gazastreifen aus hat die israelische Armee am Samstag nach eigenen Angaben Stellungen der radikalislamischen Hamas im Norden des Palästinensergebiets angegriffen. Die Armee erklärte, die Rakete sei in einem unbewohnten Gebiet eingeschlagen. Verletzte habe es nicht gegeben.

Laut Mitarbeitern der palästinensischen Sicherheitsdienste bombardierte daraufhin ein israelisches Flugzeug eine militärische Ausbildungsstätte der Hamas im Norden von Gaza-Stadt. Außerdem habe ein israelischer Panzer einen Beobachtungsposten der Hamas bei Beit Lahija nahe der Grenze zu Israel beschießen. Menschen kamen demnach nicht zu Schaden.

Dreimal Krieg seit 2008

Israel fliegt regelmäßig Vergeltungsangriffe nach Attacken aus dem von der Hamas kontrollierten Gazastreifen. Zu den Raketenangriffen bekannten sich zuletzt wiederholt Islamisten, die mit der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) sympathisieren. Israel macht jedoch grundsätzlich die Hamas für den Beschuss verantwortlich.

Israel hat seit 2008 dreimal Krieg gegen die Hamas geführt, zuletzt fünfzig Tage lang im Sommer 2014. Bei dem Konflikt wurden etwa 2200 Palästinenser getötet, davon nach UN-Angaben etwa 1500 Zivilisten. Große Teile der kleinen palästinensischen Küstenenklave wurden verwüstet. Auf israelischer Seite wurden 73 Menschen getötet, darunter 67 Soldaten. (APA, 18.3.2017)

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