Jungtier der kleinsten Walart der Erde in Mexiko angespült

17. März 2017, 16:00
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Der Kalifornische Schweinswal gilt als akut vom Aussterben bedroht. Bestand wird auf allenfalls drei Dutzend Exemplare geschätzt

Mexiko-Stadt – An der mexikanischen Küste ist der Kadaver einer äußerst seltenen Walart angeschwemmt worden. Das vermutlich erst wenige Tage alte Exemplar eines Kalifornischen Schweinswals (Phocoena sinus), das noch die Nabelschnur am Körper hatte, wurde von Mitarbeitern von Sea Shepherd an einem Strand am Golf von Kalifornien entdeckt, wie die Umweltschutzorganisation und die mexikanischen Behörden am Donnerstag mitteilten.

Den Angaben zufolge soll der Jungtier-Kadaver zur Untersuchung auf eine mögliche Vergiftung oder bakterielle Erkrankung des Tieres in ein Labor nach San Francisco gebracht werden. Wissenschafter gehen davon aus, dass es im Golf von Kalifornien nur noch rund 30 Exemplare der kleinen Schweinswale gibt. Im Jahr 2014 waren es noch hundert, 2012 doppelt so viele. Forscher befürchten, dass die Art innerhalb der nächsten fünf Jahre gänzlich aussterben könnte.

Kleinster Wal der Welt

Der Kalifornische Schweinswal ist mit nur eineinhalb Metern Länge neben dem La-Plata-Delfin und dem Hector-Delfin die kleinste Walart der Erde. Bedroht wird das Tier vor allem durch den illegalen Fischfang, weil sie sich häufig in den Fischernetzen verfangen. Sea Shepherd vermutete, dass der Babywal geboren wurde, als seine Mutter "um ihr Leben kämpfte". (APA, red, 17.3.2017)

  • Der Kalifornische Schweinswal (Phocoena sinus), im Englischen Vaquita, gilt als einer der am stärksten bedrohten Walarten der Erde; zugleich ist er auch einer der kleinsten Wale.
    foto: apa/afp/wwf-omar vidal/omar vidal

    Der Kalifornische Schweinswal (Phocoena sinus), im Englischen Vaquita, gilt als einer der am stärksten bedrohten Walarten der Erde; zugleich ist er auch einer der kleinsten Wale.

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