St. Pölten hat im Duell der "Wölfe" den WAC im Visier

17. März 2017, 16:59
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Niederösterreicher reisen optimistisch nach Kärnten, in Wolfsberg wütet der Verletzungsteufel

Wolfsberg/Wien – Im Spiel zwischen Wolfsberg und St. Pölten erwartet die Fans am Samstag (18.30 Uhr) nicht nur das Duell "Wölfe" gegen "Wölfe", sondern auch ein echtes "Sechs-Punkte-Spiel". Kann St. Pölten seine aufsteigende Form weiterhin ausspielen, winkt der Sprung vor den siebtplatzierten WAC, der nur noch zwei Punkte vor dem SKN liegt.

St. Pölten-Trainer Jochen Fallmann betonte freilich, nichts von der Vergabe von sechs Punkten zu wissen. "Aber die drei, die es gibt, würde ich nehmen", sagte der 38-Jährige, der auf eine durchaus sehenswerte Bilanz verweisen kann: In 13 Spielen holte er 20 Zähler, zuletzt tankte man im Abstiegsduell gegen Ried beim 1:0 "viel Selbstvertrauen". Die Tabellensituation der beiden Teams sei jedenfalls einmal durchaus von Bedeutung. "Wir können den WAC überholen, da kann man schon von einem Kampfspiel sprechen."

Zuhause sind die Kärntner klar stärker als auswärts, das weiß auch Fallmann. Sein Optimismus ist dennoch groß. "Er kommt daher, dass wir im Frühjahr bisher gut aufgetreten sind", meinte er im Hinblick auf 3 Siege und 2 Niederlagen in 5 Partien. "Wenn wir 100 Prozent abrufen, können wir überall Punkte mitnehmen." Die personelle Verknappung beim Gegner sah er "nicht als Vorteil. Der WAC hat auch in der Breite eine sehr gute Qualität im Kader."

Verletzungspech beim WAC

Tatsächlich muss WAC-Trainer Heimo Pfeifenberger auf neun Spieler verzichten, mit Mario Leitgeb (Knöchel) und Dever Orgill (Hüfte) kamen in den vergangenen Tagen zum ohnehin umfangreichen Lazarett hinzu. "Es darf nicht so viel ausmachen, wer am Platz steht", meinte Pfeifenberger. "Das ist eine große Chance für Spieler, die bisher nicht so viel gespielt haben."

Angesichts der Möglichkeit, vom SKN überholt zu werden, zeigte er sich gelassen. "Daheim fühlen wir uns sehr wohl", betonte der ehemalige ÖFB-Teamkicker, dessen Truppe zuletzt beim 0:3 gegen die Austria nicht unbedingt vom Glück verfolgt war. Der Salzburger hat weiterhin Platz fünf im Visier: "Natürlich geht immer mehr, aber wir sind derzeit voll auf Kurs." (APA, 17.3.2017)


Mögliche Aufstellungen:

Wolfsberger AC – SKN St. Pölten (Wolfsberg, Lavanttal-Arena, Samstag/18.30 Uhr, SR Jäger). Bisherige Saisonergebnisse: 1:0 (h), 4:0 (a)

WAC: Kofler – Standfest, Sollbauer, Rnic, Palla – Sanogo, Offenbacher, Hüttenbrenner, Klem – Ouedraogo, Prosenik

Ersatz: Sallinger – Drescher, Rabitsch, Topcagic, Jacobo, Wernitznig, Hellquist

Es fehlen: Orgill (Hüfte), Tschernegg (gesperrt), Baldauf (Muskelverletzung im Oberschenkel), Dobnik (Kreuzbandriss), G. Nutz (Seitenbandverletzung im Knie), Leitgeb, Zündel (beide Bänderriss im Sprunggelenk), Trdina, Rosenberger (im Mannschaftstraining)

St. Pölten: Riegler – Stec, Huber, Petrovic, Grasegger – Ambichl, Perchtold – Dieng, Luckassen, Drazan – Doumbouya

Ersatz: Vollnhofer – Mehremic, Holzmann, Brandl, Korkmaz, Martic, Schütz, Thürauer

Es fehlen: Diallo (gesperrt), Pirvulescu (erkrankt)

  • Leitwolf Fallmann. Mit dem Daxbacher-Nachfolger holte St. Pölten immerhin 20 Zähler in 13 Spielen.
    apa/dietmar stiplovsek

    Leitwolf Fallmann. Mit dem Daxbacher-Nachfolger holte St. Pölten immerhin 20 Zähler in 13 Spielen.

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