Franz-Josefs-Bahnhof in Wien: Hochpark und Hochhäuser geplant

    16. März 2017, 18:11
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    Das Großareal in Wien-Alsergrund soll neu gestaltet werden. Als Maximalhöhe für Neubauten sind 126 Meter angedacht

    Wien – Die Pläne für die Neugestaltung des großen Areals beim Franz-Josefs-Bahnhof in Wien-Alsergrund werden konkreter. Auf der Überplattung des Bahnhofs in etwa neun Metern Höhe soll ein Hochpark errichtet werden. Zudem soll es künftig über das Bahnhofsgelände Querungsmöglichkeiten zwischen Althan- und Nordbergstraße geben. Damit wären die bisher durch den Bahnhof und den darüber befindlichen Gebäudekomplex getrennten Bezirksteile besser miteinander verbunden.

    Um die Querungen und den Hochpark zu ermöglichen, soll das Bank-Austria-Gebäude über dem Bahnhof neu gestaltet und angeordnet werden. Die Bank plant eine Absiedlung ihrer Mitarbeiter bis September 2018, sie ziehen in den neuen Campus am ehemaligen Nordbahnhofgelände beim Praterstern.

    Parkhaus wird abgerissen

    Im nördlichen Teil des Areals befindet sich ein Parkhaus, das abgerissen werden soll. Hier sind laut Michaela Mischek, der Geschäftsführerin der Entwicklergesellschaft, Hochhäuser geplant. Architekt Bernd Vlay, der das Planungsverfahren koordiniert hat, hält als Maximalhöhe für Neubauten 126 Meter für möglich. So hoch ist der Turm der nahen Müllverbrennungsanlage Spittelau. Das Bauvolumen soll sich insgesamt nicht vergrößern, sagte Mischek. "Es wird keine Kubaturerweiterung geben, sondern eine Umschichtung."

    Firmieren soll das Projekt unter dem Namen Althan-Quartier. Geplant ist eine Drittelnutzung für Wohnen, Büro/Gewerbe und Bahnhofstourismus inklusive Hotels. Für die Errichtung von Wohnungen sind etwa 60.000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche vorgesehen. Im Büro von Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) rechnet man mit dem Bau von rund 750 Wohneinheiten.

    Das Mutterunternehmen der Entwicklergesellschaft, der Immobilienentwickler 6B47, errichtet gleich anschließend den "Althan-Park" an der Nordbergstraße 15: Zwischen ehemaliger Wirtschaftsuniversität und Franz-Josefs-Bahnhof entstehen hier bis Ende 2017 rund 240 Wohnungen. Das Bank-Austria-Gebäude beim Bahnhof hat 6B47 im August 2015 gekauft.

    Straßen werden attraktiviert

    Im Rahmen der Neugestaltung sollen auch die Straßen rund um den Bahnhof sowie der Julius-Tandler-Platz attraktiviert werden, sagte Vassilakou. Die Althanstraße etwa soll verkehrsberuhigt werden. Im Sommer soll der Start des Realisierungswettbewerbs für die Neubauten, also auch die geplanten Hochhäuser, erfolgen. (David Krutzler, 16.3.2017)

    • Das Bank-Austria-Gebäude auf dem Franz-Josefs-Bahnhof soll generalsaniert und neu gestaltet werden. Daran anschließend sollen weiter nördlich anstatt des Parkhauses Hochhäuser entstehen.
      foto: örag

      Das Bank-Austria-Gebäude auf dem Franz-Josefs-Bahnhof soll generalsaniert und neu gestaltet werden. Daran anschließend sollen weiter nördlich anstatt des Parkhauses Hochhäuser entstehen.

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