Ryzen 5: AMD stellt leistbare Mittelklasse-CPUs vor

16. März 2017, 16:21
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Vier neue Prozessoren präsentiert – Handelsstart schon am 11. April

Die neue Prozessorgeneration von AMD hat zum Start einiges Lob von der Fachpresse erhalten. Allem Anschein nach könnte dem Unternehmen in seiner Aufholjagd gegenüber Intel am Markt für Desktop-CPUs mit seiner Ryzen-Serie ein wichtiger Schritt gelingen.

Nun wurden vier neue Prozessoren vorgestellt. Mit vier Chips des Typs "Ryzen 5" bedient man die Mittelklasse und kleinere Geldbeutel. Preislich bewegt man sich zwischen 169 und 249 Dollar (noch ohne Steuern), was die CPUs in Europa kosten werden, ist noch nicht bekannt. Erhältlich werden sollen sie ab 11. April.

Ryzen 5 1400 und 1500X

Das günstigste Modell ist Ryzen 5 1400, ein Vierkern-Chip mit Maximaltakt von 3,2 GHz. Laufen nur zwei Kerne, steigert sich dieser auf 3,4 GHz. Im Singlecore-Modus ist via XFR eine weitere Steigerung um bis zu 50 MHz möglich, solange dabei festgelegte Schwellwerte zu Leistungsaufnahme und Temperaturentwicklung (60 Grad) nicht überschritten werden. Er kostet 169 Dollar.

Sein "großer Bruder" ist der R5 1500 X um 189 Dollar. Er erreicht einen Maximaltakt von 3,5 GHz bzw. 3,7 GHz im Boost-Modus. Via XFR kann er sich um Singlecore-Betrieb um bis zu 200 MHz steigern.

foto: amd

Ryzen 1600 und 1600X

Sechs Kerne gibt es ab dem Ryzen 5 1600, der für 219 Dollar angeboten wird. Er taktet mit maximal 3,2 GHz bzw. 3,6 GHz (Boost). Im XFR-Modus ist eine Steigerung um bis zu 100 MHz möglich. Die zusätzlichen Recheneinheiten sollen vor allem Vorteile bei Anwendungen und Spielen bieten, die für Multicore-Systeme optimiert sind.

Der Ryzen 5 1600X (249 Dollar) bringt es schließlich auf 3,6 GHz und 4,0 GHz mittels Boost. Auch hier liegt das XFR-Maximum bei 100 MHz. Laut dem von AMD publizierten Testergebnis aus dem Cinebench-R15-Multithread-Benchmark schlägt er Intels aktuellen Core i5-7600K, der sich auf gleichem Preisniveau befindet, in Sachen Rechenleistung um 69 Prozent.

Heise sieht diesen Prozessor aufgrund der hohen Taktrate bei niedrigerem Stromverbrauch (65 statt 95 Watt TDP) für Gamer als Alternative zum bereits verfügbaren Ryzen 7 1700. Sämtliche Ryzen-CPUs kommen mit entsperrtem Multiplikator, ermöglichen also – auf eigene Gefahr – das Übertakten. (red, 16.03.2017)

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