Sprengstoffbrief an Finanzminister Schäuble abgefangen

15. März 2017, 22:34
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Poststelle erkannte verdächtige Sendung – Umschlag kam aus Griechenland

Berlin – Im deutschen Finanzministerium ist am Mittwoch ein Sprengstoffbrief abgefangen worden. Das enthaltene Gemisch "wäre geeignet gewesen, erhebliche Verletzungen beim Öffnen zu verursachen", hieß es am Nachmittag in einer Mitteilung der Berliner Polizei. Ein sogenanntes Blitzknallgemisch werde häufig bei der Herstellung von Pyrotechnik eingesetzt.

In der Poststelle des Ministeriums in Berlin nahe dem Potsdamer Platz sei am Vormittag in ein dicker Umschlag beim routinemäßigen Röntgen ein verdächtiger Gegenstand aufgefallen, erläuterte eine Polizeisprecherin. Spezialisten des Kriminaltechnischen Instituts hätten nach einer ersten Begutachtung eine Gefahr nicht ausschließen können.

Sendung aus Athen

Der Umschlag wurde nach Angaben der griechischen Regierung in Athen verschickt. Eine Sprecherin der Ministeriums für Bürgerschutz sagte am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur in Athen, dass die deutschen Behörden mit den griechischen Kollegen Kontakt aufgenommen hätten.

Als Absender habe der stellvertretende Chef der konservativen Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND), Adonis Georgiadis, auf dem Umschlag gestanden.

Die Mitarbeiter mussten daher die Postverteilerstelle und umliegende Räume verlassen. Der Umschlag wurde geröntgt und anschließend zur weiteren Untersuchung auf den Sprengplatz in Grunewald gebracht. Die Untersuchungen zum Gegenstand und den Hintergründen der Tat dauerten am späten Nachmittag an, teilte die Polizei mit. (APA, Reuters, 15.3.2017)

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