"Wendepunkt" in amerikanisch-saudischen Beziehungen

15. März 2017, 17:18
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Trump sei im Gegensatz zu Barack Obama mit den Saudis einer Meinung in Bezug auf "die Gefahr des iranischen Expansionismus"

Washington – Der Besuch des saudi-arabischen Vizekronprinzen und Verteidigungsministers Mohammed bin Salman bei US-Präsident Donald Trump am Dienstag markiert laut einem saudischen Delegationsmitglied einen "historischen Wendepunkt" in den amerikanisch-saudischen Beziehungen. Damit soll betont werden, wie gestört das Verhältnis zwischen Washington und Riad unter Barack Obama war, dem die Saudis vorwarfen, mit dem Atomdeal mit dem Iran Verrat an einem alten Verbündeten zu begehen.

Trump hingegen sei mit den Saudis einer Meinung, "was die Gefahr des iranischen Expansionismus" betreffe, sagte ein Berater des Vizekronprinzen. Trump schwebt eine arabische Militärallianz vor, die mit Israel gegen den Iran kooperieren könnte.

Trump, der als Unternehmer selbst Geschäftsinteressen in Saudi-Arabien hatte, hat Bürger und Bürgerinnen aus Saudi-Arabien von seinem Einreisestopp ausgenommen, obwohl die Mehrzahl der Attentäter vom 11. September 2001 aus dem wahhabitischen Königreich stammte.

Der 31-jährige Mohammed bin Salman ist der Lieblingssohn von König Salman und gilt als neuer starker Mann. Von ihm stammt die "Vision 2030", die die saudische Wirtschaft auf eine neue Basis stellen soll – ein Plan, für den Saudi-Arabien die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den USA braucht. (guha, 16.3.2017)

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