Flugabwehr: Türkei will russisches S-400-System

15. März 2017, 16:11
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Erdogan besuchte Putin – Finanzierung unsicher

Moskau/Ankara – Ankara verhandelt mit Moskau über den Kauf des leistungsstarken Flugabwehrsystems S-400. Darüber habe Präsident Recep Tayyip Erdogan vergangene Woche in Moskau mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen, berichtete die Zeitung "Iswestija" am Dienstag. Die Türkei wolle das Geschäft mit einem Kredit aus Russland finanzieren, sagte der Chef des Konzerns Rostec, Sergej Tschemesow, der Agentur Tass.

Der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik sagte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, die Verhandlungen seien fortgeschritten, aber noch nicht zum Abschluss gekommen. Die Raketen der S-400 können Flugzeuge und Raketen im Umkreis von 400 Kilometer bekämpfen. Russland sichert damit seine langen Grenzen, die Ostsee-Exklave Kaliningrad, aber auch seine Truppen in Syrien. Die kleinere Variante S-300 ist in den Iran exportiert worden. (APA, dpa, 15.3.2017)

  • S-400-Abschußrampen bei einer Parade in Moskau
    foto: reuters/grigory dukor

    S-400-Abschußrampen bei einer Parade in Moskau

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