Iditarod: Eine Tortur für Mensch und Tier

Ansichtssache15. März 2017, 13:57
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57-Jähriger US-Amerikaner Mitch Seavey krönt sich zum ältesten Sieger des härtesten Hundeschlitten-Rennen der Welt

Anchorage (Alaska)/Wien – Der US-Amerikaner Mitch Seavey hat beim längsten Hundeschlittenrennen der Welt einen Streckenrekord aufgestellt. Der 57-jährige absolvierte die rund 1850 Kilometer durch die Wildnis Alaskas in acht Tagen, drei Stunden und vierzig Minuten zurück.

Auf Platz zwei lag Seaveys Sohn Dallas (30), der das Iditarod-Rennen 2016 zum vierten Mal gewonnen hatte. Er hatte die Strecke im Vorjahr in acht Tagen, elf Stunden und 20 Minuten zurückgelegt. Sein Vater lag damals knapp hinter ihm. Mitch Seavey war in den Jahren 2013 und 2004 als Erster durch Ziel gefahren. (APA/dpa, red, 15.3.2017)

ap/diana haecker

Zum dritten Mal hat der US-Amerikaner Mitch Seavey das wohl härteste Hundeschlittenrennen der Welt gewonnen und dabei gleich zwei Rekorde aufgestellt...

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reuters/nathaniel wilder

Nach acht Tagen, drei Stunden und vierzig Minuten ging der 57-Jährige am Dienstag beim Iditarod in Alaska mit elf Hunden durchs Ziel. Das ist ein Streckenrekord in der 45-jährigen Geschichte des Bewerbs. Zudem ist Seavey der älteste Sieger.

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reuters/nathaniel wilder

Iditarod wurde 1973 gegründet und gilt als einer der härtesten Sportwettkämpfe der Welt. Der erste Sieger brauchte 1973 noch mehr als 20 Tage für die Strecke quer durch die Wildnis von Alaska.

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ap/mike kenney

Das Rennen findet in Erinnerung an eine Hundeschlitten-Expedition im Jahr 1925 statt, bei der Impfstoff zur Bekämpfung eines Diphtherie-Ausbruchs, vorwiegend unter Goldsuchern, von Anchorage nach Nome gebracht wurde.

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ap/matt buxton

Auf der 1850 Kilometer langen Strecke hat es Temparaturen bis zu minus 50 Grad. Die Hunde schlafen in den kurzen Rennpausen auf Stroh, eingewickelt in Wärmemäntel. Während des Rennens tragen sie Hundeschuhe, sogenannte "Bootys", um die Pfoten vor dem grobkörnigen Schnee zu schützen. Tierschutzorganisationen laufen seit Jahren Sturm gegen das Rennen.

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ap/mike kenney

Den Namen Iditarod verdankt der Wettbewerb einem alten Pfad, der Goldgräber- und Hafenorte im Norden Alaskas verband. Während der Renntage sind Musher und Hunde auf sich allein gestellt, trotzen arktischen Temperaturen, eisigen Winden und dem "Whiteout".

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reuters/nathaniel wilder

Beim Zieleinlauf in Nome im Westen des US-Staats waren auf der rund 1.600 Kilometer langen Strecke mit 17 Checkpoints noch 65 Mitstreiter unterwegs, fünf Teams waren seit dem Start am 6. März in Fairbanks bereits ausgeschieden.

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ap/matt buxton

Bei Langstreckenrennen wie dem Iditarod werden neben den traditionellen Rassen Alaskan Malamute und Siberian Husky mitunter auch Alaskan Huskys eingesetzt. Darunter fallen alle Mischformen der Ersteren, die zusätzlich auch noch mit anderen Rassen gekreuzt werden, um Merkmale zu verbessern und die Leistungsfähigkeit zu erhöhen.

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