Konsumentenschützer fordern von G-20 mehr Sicherheit im Internet

15. März 2017, 13:15
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Dachverband Consumers International veröffentlichte Forderungskatalog

Über 200 Verbraucherorganisationen aus der ganzen Welt fordern die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) zum grenzüberschreitenden Schutz der Konsumenten im Internet auf. Ihr Dachverband Consumers International veröffentlichte am Mittwoch einen zehn Punkte umfassenden Forderungskatalog für verlässliche Rahmenbedingungen im weltweiten Datennetz.

Internationale Regeln gefordert

"Digitale Produkte und Dienstleistungen machen nicht an Grenzen halt", erklärte der Chef der deutschen Verbraucherschutz-Organisation vzbv, Klaus Müller. Nötig seien internationale Regelungen. Deutschland hat die Entwicklung der digitalen Wirtschaft und ihre Folgen für eine Vielzahl von Bereichen zu einem Schwerpunktthema ihrer G-20-Präsidentschaft in diesem Jahr erklärt. Erstmals wird es daher ein Ministertreffen der für Digitales zuständigen Fachminister der Gruppe geben.

Zu den Forderungen zählen unter anderem die Schaffung von Aufsichtsbehörden durch die G-20. Anbieter im Internet sollen demnach für die Wahrung des Konsumentenschutzes verantwortlich gemacht werden können. Unternehmen sollen für digitalen Produkte während eines "angemessenen" Zeitraums Updates zur Verfügung stellen müssen. Für Finanz- und personenbezogene Daten sind höchste Sicherheitsstandards und klare Haftungsregeln vorgesehen. Bei Streitigkeiten zwischen Kunde und Anbieter sollen die selben Regeln wie bei nicht im Internet abgeschlossenen Käufen gelten. (Reuters/APA, 15.3.2017)

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