Uber plant Bootsdienst in Kroatien

15. März 2017, 10:53
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Start im Sommer an der Küste in Dalmatien geplant – Bestehende Charterfirmen sollen eingesetzt werden

Zagreb – Der Fahrdienstvermittler Uber, der seit Herbst 2015 in Kroatien tätig ist, plant im Sommer auch einen Bootsdienst an der kroatischen Küste zu starten, berichteten kroatische Medien. Der neue Dienst, genannt UberBOAT, soll erstmals in Kroatien und später auch in anderen touristischen Ländern eingeführt werden, hieß es aus dem Unternehmen.

In Kroatien soll der Bootsdienst in Dalmatien eingesetzt werden. Über die Häfen in Split, Zadar, Sibenik und Dubrovnik reisen in der Sommersaison 8,5 Millionen Touristen, daher gäbe es große Nachfrage nach Fahrdiensten auf die kroatische Insel, argumentierte der Uber-Direktor für Südosteuropa, Davor Tremac. Berichten zufolge soll Uber bereits in Split, Dubrovnik und auf der Insel Korcula Gespräche über den Start des neuen Dienstes führen.

Die Fahrdienste sollen von bestehenden Charterfirmen mit Lizenzen für kommerzielle Seefahrt getätigt werden. Der Plan sei, Motorboote zu engagieren, die etwas günstiger als bestehende Taxiboote sein werden, so Tremac laut "Poslovni dnevnik".

Zufrieden mit Geschäft in Kroatien

Uber ist zufrieden mit seinem Geschäft in Kroatien. Laut dem für Zentral- und Osteuropa zuständigen Manager Rob Khazzam gehört Kroatien zu den weltweit am schnellsten wachsenden Uber-Märkten. Der Fahrdienstvermittler hat in Kroatien rund 100.000 registrierte Kunden und 1.500 Fahrer. Den Plänen zufolge soll die Zahl der Uber-Fahrer in den nächsten zwei bis drei Jahren auf 10.000 steigen. Im Vorjahr nutzten 35.000 Touristen die Fahrdienste, heuer rechnet Uber diese Zahl zu verdreifachen.

Medienberichten zufolge wartet Uber gespannt auf angekündigte Gesetzesänderungen in Kroatien. Bisher wird dem US-Konzern illegale Tätigkeit vorgeworfen. In der Hauptstadt Zagreb werden Uber-Fahrer immer wieder von anderen Taxifahrer angegriffen, weshalb das Unternehmen bereits einen Sicherheitsdienst engagieren musste. (APA, 15.3.2017)

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