Monaco setzt gegen ManCity auf Tiger Falcao

15. März 2017, 10:48
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Kolumbianischer Torjäger im Fürstentum wieder in alter Form – Leverkusen in Madrid vor "Mission Impossible", Geschäftsführer: "Trainingswoche wäre besser"

Monaco/Madrid/Wien – Der Tiger soll es für AS Monaco richten. Im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinales gegen Manchester City am Mittwoch (20.45 Uhr, live ORF 1) laufen die Monegassen einem 3:5-Rückstand hinterher. Die junge Monaco-Elf anführen soll Radamel Falcao. Der kolumbianische Angreifer erzielte bereits in Manchester zwei Treffer, vergab jedoch auch einen Elfer.

"In der Champions League kann ein Fehler fatal sein. Deshalb müssen wir den Mangel an Erfahrung durch erhöhte Konzentration ausgleichen", sagte Falcao vor dem Wiedersehen mit ManCity. In einem Offensivspektakel stand der Tabellenführer der französischen Ligue 1 vor drei Wochen vor einer Überraschung, die Engländer wandelten ein 2:3 im Finish aber noch in einen Sieg um. Monacos Abwehr offenbarte dabei wie jene des Gegners Schwächen.

"El Tigre" in Hochform

Falcao vergab vom Elferpunkt die Möglichkeit auf das 3:1. Untypisch für "El Tigre", der es in dieser Saison schon auf 16 Ligatore und sechs in der Champions League gebracht hat. Der 31-Jährige scheint bei Monaco wieder aufzublühen, nachdem er den Klub im Herbst 2014 Richtung Manchester verlassen hatte. Bei United kam er auch verletzungsbedingt ebenso wie später bei Chelsea nicht auf Touren.

"Diese Saison bin ich gesetzt. Alle im Klub geben mir das Gefühl, wichtig zu sein", erklärte Falcao dieser Tage. "Mit Vertrauen kommt alles von alleine. Ich glaube nicht, dass man das Fußballspielen verlernt. Und man verlernt auch nicht, Tore zu schießen."

ManCity mit Abwehrschwächen

Neben Falcao soll auch Kylian Mbappe wieder zum Albtraum für City werden. Der 18-jährige Franzose steht in den Notizbüchern einige Premier-League-Klubs. In der Offensive top – wie 84 Tore in 29 Ligaspielen in dieser Saison belegen –, wird Monaco aber auch in der Defensive gefordert sein. Dort fehlt mit dem Polen Kamil Glick ein wichtiger Mann aufgrund einer Sperre.

Erwartet werden darf im Stade Louis II jedenfalls eine Partie, die an das Hinspiel anschließt. City reiste nämlich ebenfalls mit einem Ziel ins Fürstentum: Den Vorsprung nur verteidigen wollen die Himmelblauen nicht. "Wir werden wieder angreifen, werden Chancen herausspielen und Tore schießen", kündigte Torhüter Willy Caballero an. "Am wichtigsten wird aber sein, dass wir besser verteidigen als im Hinspiel."

Baumgartlinger und Dragovic vor Startelfdebüt

Im zweiten Duell des letzten Achtelfinale-Spieltags ist die Vorentscheidung bereits gefallen. Bayer Leverkusen hat nach der 2:4-Heimniederlage gegen Atletico keine realistische Chance mehr auf den Aufstieg. Die Deutschen brachen auch wenig zuversichtlich nach Madrid auf. Sechs Akteure fehlen verletzungsbedingt, Aleksandar Dragovic und Julian Baumgartlinger werden deshalb in der Startelf erwartet.

Leverkusen hat aus statistischer Sicht keine Chance auf ein Weiterkommen. Noch nie in der Geschichte der Champions League ist eine Mannschaft nach einer Heimniederlage mit zwei Toren Unterschied weitergekommen. Leverkusen ist in den vergangenen sechs K.-o.-Duellen mit spanischen Mannschaften stets ausgeschieden und hat die vergangenen drei Spiele in Spanien verloren.

Korkut gibt sich nicht geschlagen

Der Antritt beim Vorjahresfinalisten im Vicente Calderon verkommt für den Bundesligisten fast zur lästigen Pflicht. "Es wäre besser, wenn der Trainer eine komplette Trainingswoche hätte", meinte Geschäftsführer Michael Schade vor dem Abflug. Immerhin verbreitete Neo-Trainer Tayfun Korkut Zuversicht. "Wir werden bis zum Ende kämpfen", betonte der Nachfolger von Roger Schmidt.

Leverkusen fehlen mit den verletzten Ömer Toprak und Jonathan Tah sowie dem gesperrten Benjamin Henrichs drei der vier Spieler aus der Abwehrkette. Dazu kommen Kapitän Lars Bender, Routinier Stefan Kießling und der 17-jährige Kai Havertz. Letzterer hat laut Korkut "unverschiebbare Klausuren". (APA, 15.3.2017)

  • Der Tiger im Hoch.
    apa/afp/oli scarff

    Der Tiger im Hoch.

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