Eon will 1.300 Stellen streichen

15. März 2017, 08:21
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Davon 1.000 in Deutschland – 2017 soll es bei deutschem Versorger wieder aufwärts gehen

Düsseldorf – Nach dem höchsten Verlust der Firmengeschichte wird der deutsche Energiekonzern Eon Stellen abbauen. Konzernweit dürften bis zu 1.300 Arbeitsplätze wegfallen, davon circa 1.000 in Deutschland, erklärte das Unternehmen am Mittwoch in Essen. Damit einher geht ein interner Umbau. Die Maßnahmen sollen ab dem Jahr 2018 dauerhaft 400 Mio. Euro einsparen. Aktuell hat Eon insgesamt 43.000 Mitarbeiter.

Die Folgen der Energiewende haben bei dem Versorger im vergangenen Jahr zu einem Verlust von 16 Milliarden Euro geführt. "Wir müssen Eon maßgeblich verändern, aber wir werden die mit einem Höchstmaß an Respekt gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern machen", versprach Konzernchef Johannes Teyssen. Geplant ist eine Vorruhestandsregelung, Abfindungen und die Möglichkeit, für bis zu vier Jahre in eine Qualifizierungs- und Transfergesellschaft zu wechseln.

Die bevorzugte Einspeisung von Solar- und Windstrom hat die Preise im Großhandel kaputt gemacht. Eon hatte deshalb seine Kraftwerkssparte Uniper als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht und musste im vergangenen Jahr zig Milliarden Euro darauf abschreiben. Hinzu kommen die Belastungen aus dem Atomausstieg.

Trübes Jahr

Nach einem trüben Jahr 2016 soll es aber bei Eon wieder aufwärts gehen. Im laufenden Jahr soll der bereinigte Konzernüberschuss auf 1,2 bis 1,45 Milliarden Euro ansteigen nach einem Rückgang auf zuletzt 904 Millionen. 2015 war der bereinigte Konzernüberschuss bei knapp 1,1 Milliarden gelegen.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wird allerdings mit 2,8 bis 3,1 Milliarden Euro höchstens auf dem Niveau des Jahres 2016 erwartet. Hier war das bereinigte Ebit von annähernd 3,6 auf gut 3,1 Milliarden gefallen. Eon hat damit aber für das vergangene Jahr die selbstgesetzten Ziele erreicht.

Die Verschuldung soll mittelfristig von zuletzt 26,3 Milliarden Euro auf rund 20 Milliarden Euro sinken und das auf 1,3 Milliarden zusammengeschmolzene Eigenkapital soll gestärkt werden. Als Möglichkeiten nannte das Unternehmen unter anderem Kapitalmaßnahmen, den Verkauf von Anteilen an Uniper und die Veräußerung weiterer Beteiligungen. Das Investitionsbudget wird für die laufende Dreijahresperiode von zehn auf acht Milliarden Euro reduziert. (APA, 15.3.2017)

  • Nach einem trüben Jahr 2016 soll es aber bei E.ON wieder aufwärts gehen.
    foto: reuters/wolfgang rattay

    Nach einem trüben Jahr 2016 soll es aber bei E.ON wieder aufwärts gehen.

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