Österreichischer Filmkritikerpreis für "Toni Erdmann"

14. März 2017, 19:30
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Zur besten österreichischen Produktion wurde Maria Schraders "Vor der Morgenröte" gekürt

Wien – Die österreichische Filmkritik ist überraschungsarm. Das zeigte sich auch Dienstagabend bei der Verleihung jenes Preises, der jährlich von der heimischen Kritik für den besten Film des Jahres vergeben wird. So ging der seit 2003 verliehene, undotierte "Papierene Gustl" mit deutlichem Vorsprung an Maren Ades deutsch-österreichische Produktion Toni Erdmann, gefolgt vom ebenfalls oscarnominierten Science-Fiction-Drama The Arrival.

Zur besten österreichischen Produktion wurde Maria Schraders Vor der Morgenröte mit Josef Hader als Stefan Zweig im brasilianischen Exil erklärt, bester heimischer Dokumentarfilm wurde die Found-Footage-Arbeit Mobilisierung der Träume, eine filmische Reflexion über Medien, Kommunikation und Technik im 20. Jahrhundert. Michael Hanekes Cannes-Siegerfilm Das weiße Band (2009) gilt seit seiner Kür 2013 nach wie vor als bester österreichischer Film der vergangenen zehn Jahre. Vergeben wird der Preis in Kooperation mit der Austrian Film Critics' Guild (AFCG).

Aufschlussreich ist der Blick auf die Statistik: 2016 erhöhte sich die Zahl der Kinostarts im Vergleich zum Vorjahr um 50, vor zehn Jahren waren sogar noch 110 Filme weniger in den österreichischen Kino zu sehen. (pek, 14.3.2017)

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