SPÖ will Konflikt mit Fischottern "unblutig beenden"

    14. März 2017, 14:13
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    Aktuelle Stunde zu Fischottern und zum Thema "Nein zum Ausbau der Atomkraft" in Landtagssitzung am Donnerstag

    St. Pölten – Die SPÖ will in einer Aktuellen Stunde in der Sitzung des NÖ Landtages am Donnerstag gemeinsam Wege suchen, um "den Konflikt mit dem Fischotter unblutig zu beenden", erklärte Klubobmann Alfredo Rosenmaier am Dienstag. Neben der Debatte zum Thema "Der Fischotter in NÖ – Prävention vor Tötung!" ist eine Aktuelle Stunde rund um "Nein zum Ausbau der Atomkraft" auf ÖVP-Antrag geplant.

    In der Diskussion über Fischotter sollen laut SPÖ-Aussendung außerdem gemeinsam mit allen Fraktionen Lösungen gesucht werden, um Betroffene durch Präventivmaßnahmen zu unterstützen. Kritisiert wurde die von Landesrat Stephan Pernkopf (ÖVP) per Bescheid erlaubte Tötung von 40 Fischottern bis Sommer 2018.

    Der SPÖ-Klub teilte dazu mit, die Tötung könne keine Alternative sein, bevor nicht alle präventiven Maßnahmen ausgeschöpft seien. Ein Monitoring der Fischotterentwicklung und Unterstützungsmaßnahmen für Betroffene seien ein erster positiver Schritt.

    "Endgültig von Atomkraft verabschieden"

    In Bezug auf die von der ÖVP beantragte Aktuelle Stunde zum Thema "Europäische Energiewende jetzt: Nein zum Ausbau der Atomkraft – aktuell am Standort Paks" forderte der SPÖ-Klubobmann einen raschen Wechsel zu erneuerbarer Energie anstatt des Ausbaus der Atomkraft.

    Die EU-Kommission hat vergangene Woche ungarische Staatsbeihilfen zur Erweiterung des AKW Paks bewilligt. "Europa muss sich nun endgültig von der Atomkraft verabschieden. Nur so bleibt unser Kontinent auch für nachfolgende Generationen tatsächlich sicher vor weiteren Unfällen und unbewohnbaren Landstrichen, wie rund um Tschernobyl", hielt Rosenmaier fest. (APA, 14.3.2017)

    • Die Tötung könne keine Alternative sein, bevor nicht alle präventiven Maßnahmen ausgeschöpft seien, fordert die SPÖ Niederösterreich.
      foto: apa/rolf rick

      Die Tötung könne keine Alternative sein, bevor nicht alle präventiven Maßnahmen ausgeschöpft seien, fordert die SPÖ Niederösterreich.

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