Wieso manche Multiplattform-Games für Nintendo Switch teurer sind

14. März 2017, 11:33
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Hersteller nennen höhere Produktionskosten als Grund

Seit dem Marktstart der Nintendo Switch werden zunehmend auch Werke von Drittherstellern für die neue Konsole veröffentlicht. Dabei zeigt sich anhand mancher Titel, dass die Preise für die Switch-Ausgaben von jenen für die PS4- und Xbox-One-Fassungen abweichen können.

Gegenüber der Seite Eurogamer erklärte das spanische Entwicklerstudio Tequila Works, dessen kommendes Abenteuer "Rime" auf der Switch 10 Euro mehr kostet als auf den anderen Plattformen, weshalb es zu diesen Differenzen kommen kann. Grund dafür sind nicht etwa höhere Lizenzkosten, sondern schlicht höhere Herstellungskosten: Die Game-Cards für die Switch sind teurer in der Produktion als Blu-rays.

Geschützter Handel

Dass die E-Shop-Downloads für die Switch ebenfalls mehr kosten können als die PlayStation- und Xbox-Pendants liege unterdessen an Nintendos Preispolitik. Demnach gibt es eine Auflage für Dritthersteller, wonach Download-Games gleich viel kosten müssen wie die physische Ausgaben im Handel. Damit will Nintendo den Fachhandel schützen, der im Gegenzug wertvolle Beratungs- und und Vermarktungsarbeiten für die Spielhersteller übernimmt.

Wie groß die Preisunterschiede zwischen Switch-Spielen und den Ablegern für andere Konsolen ausfallen, hängt Tequila Works zufolge von der jeweils eingesetzten Speichergröße der Game-Cards ab. Diese sind je nach Größe des Spiels für Hersteller in den Fassungen 1 GB bis 32 GB verfügbar und dementsprechend bepreist. (zw, 14.3.2017)

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Pro & Kontra: Nintendo Switch
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    foto: zsolt wilhelm
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