Toshiba verschiebt wegen US-Atomsparte erneut Bilanzvorlage

14. März 2017, 11:06
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Verkauf der Mehrheit von Problemunternehmen erwogen

Wegen Probleme bei seiner US-Atomsparte hat der angeschlagene japanische Technologiekonzern Toshiba erneut die Vorlage seiner Quartalszahlen verschoben. Der Konzern entschuldigte sich am Dienstag bei den Anteilseignern und Investoren.

Frist bis 11. April

Sofern die Finanzaufsicht zustimmt, wäre die nächste Frist zur Vorlage der Bilanzzahlen für die ersten neun Monate des bis Ende März laufenden Geschäftsjahres der 11. April. Kann Toshiba auch diese Frist nicht einhalten, droht die Streichung vom Börsenzettel. Die Probleme der US-Atomsparte haben ein gewaltiges Loch in die Bilanz gerissen.

Toshiba hatte kürzlich eine Wertberichtigung in Höhe von 721,5 Mrd. Yen (5,9 Mrd. Euro) bekanntgegeben. Auslöser für die Wertberichtigung sind Verzögerungen und Kostenüberschreitungen beim Bau von Atomkraftwerken in den USA. Die Japaner hatten den US-Atomkonzern Westinghouse für über 5 Mrd. Dollar (4,7 Mrd. Euro) gekauft und dieser hatte wiederum die Spezialbaufirma Stone & Webster übernommen, auf die sich die Abschreibungen zu großem Teil beziehen.

Toshiba prüft Verkauf der Mehrheit

Nun prüft Toshiba einen Verkauf der Mehrheit an der Problemsparte. Das Unternehmen stelle die Positionierung der Atomtochter auf den Prüfstand und "erwägt aggressiv strategische Optionen", wie es in der Mitteilung vom Dienstag heißt.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Toshiba mit einem Verlust von 390 Mrd. Yen statt zuvor erwarteter 145 Mrd. Yen Gewinn. (APA, 14.3.2017)

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