USA: 7.800 Flüge wegen Schneesturms abgesagt

14. März 2017, 16:51
35 Postings

Sturm verlief glimpflicher als erwartet – Viel weniger Schnee in New York als befürchtet

New York – Wintereinbruch mitten im März: Der Sturm "Stella" hat am Dienstag eisigen Wind und starken Schneefall in den Nordosten der USA gebracht. Der Sturm sorgte von Maine bis West Virginia für Stillstand im öffentlichen Leben. Schulen blieben geschlossen, tausende Flüge wurden gestrichen und sogar die Vereinten Nationen in New York schlossen ihre Pforten.

Der nationale Wetterdienst (NWS) gab am Montag eine Wintersturmwarnung für ein Gebiet vom östlichen West Virginia bis zum Bundesstaat Maine im Nordosten der USA aus sowie eine Schneesturmwarnung für ein Gebiet vom östlichen Pennsylvania bis ins südwestliche Maine. Von der Blizzard-Warnung war auch die Metropole New York betroffen.

Im Laufe des Dienstags Entwarnung

Nach Tagesanbruch am Dienstag gab es jedoch schon Entwarnung: Der NWS zog seine Schneesturmwarnung für New York zurück. Arbeiter schaufelten auf dem Times Square die Schneemassen weg. Der Meteorologe Joe Pollina sagte, es werde mit zehn bis 15 Zentimetern Schnee in weiten Teilen von New York City gerechnet, in einem Teil von New Jersey möglicherweise mit 30 Zentimetern. "Es ist nicht mehr der schlimmste Sturm der Saison in New York", meinte Pollina.

Zuvor war mit weit größeren Schneemassen gerechnet worden: Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio hatte für die 8,4-Millionen-Einwohner-Metropole den Notstand ausgerufen und gesagt, es könnten bis zu 60 Zentimeter Schnee fallen. Im vergangenen Jahr hatte New York seinen bisher schlimmsten Schneesturm erlebt: Binnen 24 Stunden waren fast 70 Zentimeter Schnee niedergegangen. Bei dem Unwetter starben damals in der Region 18 Menschen.

Öffentliches Leben stand still

"Stella" wirbelte aber den Verkehr ordentlich durcheinander: Von Montag bis Mittwoch wurden insgesamt mehr als 7.800 Flüge gestrichen. Betroffen waren vor allem die Flughäfen von New York, Boston, Baltimore, Washington und Philadelphia, wie der Flugbeobachtungsdienst FlightAware mitteilte.

Das öffentliche Leben stand am Dienstag weitgehend still. Die Schulen in New York sowie in Teilen der Bundesstaaten Connecticut, Massachusetts, Rhode Island und Virgina blieben zu. Die UNO gab bekannt, ihr Hauptquartier in New York am Dienstag geschlossen zu lassen – davon betroffen waren auch tausende Delegierte einer Frauenkonferenz. Die Händler der Wall Street wollten von zu Hause aus arbeiten.

Der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, sagte im Sender CNN, 5.000 Schneepflüge und 2.000 Nationalgardisten seien im Einsatz. Die New Yorker Flughäfen John F. Kennedy und La Guardia sowie die Behörden und Schulen seien geschlossen. "Es gibt keinen wirklichen Grund, auf der Straße zu sein", sagte Cuomo.

Merkel fliegt erst am Freitag

Auch das für Dienstag in Washington geplante Treffen der deutschen Kanzlerin Angela Merkel mit US-Präsident Donald Trump wurde wetterbedingt abgesagt und auf Freitag verschoben. Merkel war in Berlin-Tegel am Montagabend gar nicht erst gestartet. Trump twitterte, die Menschen an der Ostküste sollten angesichts des Sturms den Behörden Folge leisten.

Neben New York, wo am Dienstag der Schulunterricht ausfällt und ein Blizzard mit bis zu 50 Zentimeter Schneehöhe erwartet wird, galt die Sturmwarnung auch für die Neuengland-Staaten sowie Teile von New Jersey, Pennsylvania, Ohio, West Virginia, Maryland und Delaware. (APA, 14.3.2017)

Share if you care.