Türkei-Touristen vor Verschärfung der Lage gewarnt

13. März 2017, 12:30
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Mit Ausgangssperren und verstärkten Personenkontrollen ist laut Außenministerium zu rechnen. Auch Unruhen werden nicht ausgeschlossen

Wien – Das österreichischen Außenministerium warnt in seinen aktuellen Reisehinweisen vor einer Verschärfung der Lage in der Türkei. "Eine Verschärfung, z. B. Festlegung einer Ausgangssperre, kann jederzeit und kurzfristig erfolgen. Gültige Ausweispapiere sind stets mitzuführen", hieß es am Montag auf der Webseite des Ministeriums.

In Hinblick auf das Referendum am 16. April über eine Änderung der Verfassung könnten im Zuge des Wahlkampfs und im Umfeld der Abstimmung Demonstrationen, Gewalt und Unruhen nicht ausgeschlossen werden.

Ausnahmezustand verlängert

Das Ministerium weist auch darauf hin, dass der am 20. Juli ursprünglich für drei Monate verhängte Ausnahmezustand bis zum 19. April verlängert worden sei. Dadurch könne es zu verstärkten Personenkontrollen kommen.

"Es wird dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen großräumig zu meiden, unbedingt die Anweisungen der Sicherheitsbehörden zu beachten und die Reiseinformationen des Außenministeriums regelmäßig zu verfolgen", betont das Ministerium.

Lage in Badeorten ruhig

Außerdem werde nachdrücklich geraten, auf stark frequentierten Plätzen und in öffentlichen Verkehrsmitteln, aber auch bei Einkaufszentren, Großveranstaltungen, religiösen Stätten und touristischen Sehenswürdigkeiten besondere Vorsicht walten zu lassen, Staats- und Regierungsgebäude und militärische Einrichtungen zu meiden bzw. auf das unbedingt erforderliche Maß einzuschränken.

Aufgrund der angespannten Sicherheitslage könne es vereinzelt zu Verkehrsbehinderungen infolge von Straßen- und Brückensperren sowie bedingt durch Fahrzeugkontrollen kommen. Die Lage in den Badeorten an der türkischen Riviera und der Ägäisküste sei ruhig. (APA, 13.3.2017)

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