Schwindel um Beihilfen in Italiens Erdbebengebiet: Staatsanwaltschaft ermittelt

13. März 2017, 10:21
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Auch Mietpreise in Nachbarortschaften sollen stark gestiegen sein

Rom – In Mittelitalien wird gegen 30 Personen ermittelt, die als angebliche Obdachlose nach den schweren Erdbeben im vergangenen Jahr finanzielle Unterstützung für Mieten beantragt haben. Das berichtete die Tageszeitung "La Repubblica" am Montag.

Familien, deren Häuser oder Wohnungen durch die Erdstöße im August und Oktober zerstört oder nicht benutzbar wurden, erhalten monatlich 400 bis 1.000 Euro. Dieses Geld ist für Mieten von Ersatzwohnungen oder Hotelzimmern bestimmt. Allein durch die schweren Beben am 24. August sind 65.000 Menschen obdachlos geworden.

Strenge Kontrollen versprochen

Parallel dazu ermittelt die Staatsanwaltschaft auch wegen gestiegener Mietpreise in den Gemeinden rund um das Erdbebengebiet. "Die Vermieter wissen, dass Wohnungsbedarf besteht und haben die Preise stark erhöht", berichteten die Ermittler.

Der für den Wiederaufbau in der Erdbebenregion zuständige Regierungskommissar Vasco Errani versprach strenge Kontrollen, um Betrug auf Kosten der öffentlichen Hand zu vermeiden. "Wir werden scharf gegen diejenigen vorgehen, die Beihilfen kassiert haben, ohne Recht darauf zu haben", so Errani. (APA, 13.3.2017)

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