"André Heller – Gärtner des Südens": Gefühlswelten

13. März 2017, 06:47
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Ratten, Skorpione und Schlangen hieß Heller in seinem Garten ausdrücklich willkommen

"Der Neid ist das Problem der Neidigen, nicht meines." Der Film André Heller – Der Gärtner des Südens, den ORF 3 am Montag um 21.10 Uhr im Rahmen eines Pflanzen-Themenmontags zeigt, verschafft all jenen, die sich keinen himmelsgleichen Garten aufgebaut haben, genau dieses Problem. Denn selbst wer mit Heller nicht klarkommt, wird angesichts des Gartens, den der Künstler in Marokko geschaffen hat, den gelben Bereich seiner Gefühlswelt kennenlernen.

Ohne merkbar zu übertreiben, nennt der österreichische Künstler in der Dokumentation von STANDARD-Kulturchefin Andrea Schurian seinen "Anima" getauften Garten ein "Paradies": eine Oase in der nordafrikanischen Wüste, über die das Atlasgebirge wacht. Riesige Bäume ließ er extra hierher verpflanzen.

Dabei, erzählt Heller, habe er den Bäumen während des Transports zum Garten mündlich versichert, dass sie es an ihrer neuen Destination eh gut haben werden. Ratten, Skorpione und Schlangen hieß Heller in seinem Garten ausdrücklich willkommen, mit Letzteren hat er ein Abkommen geschlossen, keine Menschen anzugreifen. Wäre das alte Schlangen-Paradies-Problem auch gelöst.

Die Oase ziert auch die Statue eines Deppen, denn einen solchen solle jeder Ort haben, findet Heller. Freiwillige Meldungen für die Nachfolge der Statue sind in Vorbereitung.
(Sebastian Fellner, 13.3.2017)

  • "André  Heller – Der Gärtner des Südens": Montag, 21.10 Uhr, ORF 3.
    foto: orf/orf iii

    "André Heller – Der Gärtner des Südens": Montag, 21.10 Uhr, ORF 3.

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