WWW-Erfinder Berners-Lee will gegen Fake-News vorgehen

12. März 2017, 15:45
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Der Wissenschafter stellt einen Plan für ein besseres Netz vor – 28 Jahre nach der Gründung des World Wide Web

Eine offene Plattform, auf der jeder überall Informationen teilen und Möglichkeiten wahrnehmen könne: So stellte sich Tim Berners-Lee vor 28 Jahren das Web vor. Damals reichte er seinen Vorschlag für einen Aufbau des WWW ein, nun hat er sich kritisch zu aktuellen Entwicklungen im Netz geäußert. Berners-Lee bemängelt etwa, dass Nutzer die "Kontrolle über ihre persönlichen Daten" verloren haben. In einem offenen Brief, der im Guardian publiziert wurde, fordert Berners-Lee IT-Konzerne auf, Usern mehr Kontrolle über ihre Daten zurückzugeben.

Mehr Datenschutz

Außerdem denkt der Informatiker, es sei "zu einfach, Falschinformationen im Netz zu verbreiten". Ebenso stört ihn, dass politische Werbung haargenau auf Zielpersonen zugeschnitten wird, wobei wiederum Fake News eine Rolle spielen. Berners-Lee will nun gemeinsam mit IT-Unternehmen daran arbeiten, mehr Datenschutz zu erreichen. Außerdem ruft er dazu auf, Strategien gegen Fake-News und staatliche Überwachung zu entwickeln.

Strategie

Mit seinem Team bei der Web Foundation will Berners-Lee nun eine Strategie für die nächsten fünf Jahre ausarbeiten. "Es hat uns alle gebraucht, um das Netz, das wir haben, aufzubauen – und es geht uns alle etwas an, das Netz, das wir möchten, zu entwickeln", so Berners-Lee. (red, 12.3.2017)

  • Tim Berners-Lee sorgt sich ob des aktuellen Zustandes seiner Erfindung
    foto: ap/bieri

    Tim Berners-Lee sorgt sich ob des aktuellen Zustandes seiner Erfindung

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