Architekturfestival Turn On: Neun Stunden Architektur

10. März 2017, 16:22
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Im Radiokulturhaus findet am Samstag das Architekturfestival Turn On statt. Im Fokus: Vorträge zu zeitgenössischen Bauten

Wien – Architektur ist mehr als nur das fertige Gebäude. Mehr und mehr geht es um den gemeinsamen Prozess des Planens und Bauens – um Bürgerbeteiligung, Mieterbetreuung und Entwicklungsprozesse mit Studierenden. Genau so ist die Open-Air-Bühne für das Haduwa Arts & Culture Institute in Ghana entstanden.

Die freitragende Konstruktion aus Bambusrohren und Lkw-Planen wurde von Studenten der Universität für angewandte Kunst in Wien geplant und im Rahmen des Labs [applied] Foreign Affairs errichtet. Das gebaute Statement stehe "für eine Begegnung zwischen dem Lokalen und Globalen", so Maik Novotny (Der STANDARD), der die Veranstaltung mitmoderiert.

Die ungewöhnliche Bambuskuppel ist eines von mehr als 20 Projekten, die beim heute stattfindenden Architekturfestival Turn On präsentiert und diskutiert werden. Das von Initiatorin Margit Ulama konzipierte Event zeichnet sich durch eine gewissermaßen pausenlose Atemlosigkeit aus – gehen doch die Vorträge und Diskussionen in Non-Stop-Manier von 13 bis 22 Uhr über die Bühne. Im Fokus stehen österreichische, französische, britische und Schweizer Büros, die ihre Wohn-, Kultur- und Infrastrukturbauten vorstellen.

Mit von der Partie: Werner Burtscher, Herbert Schrattenecker, Erich G. Steinmayr sowie die Büros Pentaplan, PPAG, AllesWirdGut, LAAC, Schneider & Lengauer, Edelaar Mosayebi Inderbitzin, LAN Architecture, Agence Ter, Feyferlik Fritzer und Marte.Marte Architekten.

Den Abschluss bildet ein Vortrag von Foster+Partners über den Bau von internationalen Großflughäfen. "Migrations- und Flüchtlingsströme lassen Städte schneller wachsen, als noch vor einiger Zeit prognostiziert", sagt Ulama: "Eine Zeit des Umbruchs oder gar der Krise birgt die Chance für kreative Entwicklung in sich." Bis zum Abend kann umgebrochen und neu gedacht werden. (Wojciech Czaja, 10.3.2017)

11.3., Turn On, ORF-Radiokulturhaus, ab 13.00

  • Studenten der Wiener Angewandten planten in Ghana eine aus Bambus und Lkw-Planen errichtete Bühne.
    foto: julien lanoo

    Studenten der Wiener Angewandten planten in Ghana eine aus Bambus und Lkw-Planen errichtete Bühne.


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