Von 500 auf unter 100 Kilo: Dickste Frau der Welt operiert

    10. März 2017, 09:50
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    Durch eine Magenverkleinerung soll die Ägypterin mehrere hundert Kilo abnehmen. Für die Operation wurde sie mit einem Spezialflugzeug nach Indien gebracht

    Als Vorbereitung auf eine Magenverkleinerung wurde die vermutlich dickste Frau der Welt in einem indischen Krankenhaus auf eine spezielle Flüssigdiät, die reich an Ballaststoffen und Proteinen ist, gesetzt. 100 Kilogramm konnte sie dadurch in kurzer Zeit verlieren, nun stand die Magenverkleinerung an. Der Eingriff bei der ursprünglich rund 500 Kilogramm schweren Ägypterin Eman Ahmed Abd al-Ati sei erfolgreich verlaufen, teilte das Saifee-Krankenhaus in Mumbai nun mit. Das Endziel ist ein Gewicht von unter 100 Kilo.

    Derzeit nimmt die Patientin nur Flüssignahrung auf, die sie den Angaben zufolge gut verträgt. Als nächstes wollten die Ärzte nun die anderen medizinischen Probleme der 37-Jährigen angehen, damit sie wieder in die Lage versetzt werde, nach Ägypten zurückfliegen zu können. Die Ägypterin war Mitte Februar mit einer eigens umgebauten Maschine nach Mumbai geflogen worden. Bereits im Oktober hatte ihre Schwester den indischen Chirurgen Muffazal Lakdawala kontaktiert, damit er Abd al-Ati operiere.

    Mehrere Erkrankungen

    Nach Angaben der Familie wurde bei der Ägypterin als Kind Elefantiasis diagnostiziert. Bei dieser Krankheit sorgt ein Lymphstau für ein Anschwellen der Körperteile, eine unbehandelte Erkrankung der Schilddrüse habe folglich zu ihrem starken Übergewicht geführt. Später erlitt die Ägypterin einen Schlaganfall und wurde bettlägerig. Damit einher gehen bei ihr eine Reihe von Leiden, darunter Diabetes, Bluthochdruck und Atemaussetzer im Schlaf.

    In Indien werden häufig Magenverkleinerungen vorgenommen, vor allem in den Städten ist Fettleibigkeit immer mehr ein Problem. Für Medizin-Touristen ist das Land ein beliebtes Ziel, weil die ärztliche Betreuung einen hohen Standard hat, es keine Wartelisten gibt und die Behandlungen einen Bruchteil dessen kosten, was in westlichen Ländern verlangt wird. (APA, red, 10.3.2017)

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