Iran testet offenbar neue Rakete im Golf von Oman

10. März 2017, 09:46
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Test vor Hintergrund verstärkter Spannungen zwischen Teheran und Washington

Teheran/Washington – Die iranische Marine hat laut Medienberichten erfolgreich eine neue Rakete mit einer Reichweite von 300 Kilometern getestet. Die Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim meldeten am Donnerstag unter Berufung auf den Luftwaffengeneral der Revolutionsgarden, Amir-Ali Hajisadeh, beim Test der Hormuz-2-Rakete sei das 250 Kilometer entfernte Ziel im Golf von Oman getroffen worden.

Der Test erfolgte vor dem Hintergrund verstärkter Spannungen zwischen dem Iran und den USA. Am Mittwoch hatte ein anderes ranghohes Mitglied der Revolutionsgarden Washington vorgeworfen, im Persischen Golf nach Zwischenfällen in der vergangenen Woche Spannungen provozieren zu wollen.

Pentagon beklagt "unprofessionelles" Verhalten

In einem Fall habe ein Schiff der US-Marine in der Meerenge von Hormuz, die den Persischen Golf im Westen mit dem Golf von Oman im Osten verbindet, seinen Kurs geändert und sich "auf nicht-professionelle Art" bis auf 550 Meter Booten der Revolutionsgarden genähert. Zuvor hatte das Pentagon das "unprofessionelle" Verhalten der iranischen Marine kritisiert.

Nach einem iranischen Raketentest Ende Jänner hatten die USA wenige Tage später neue Strafmaßnahmen gegen Teheran verhängt. Der Iran ist eines der sechs mehrheitlich muslimischen Länder, die von dem von US-Präsident Donald Trump verhängten jüngsten Einreiseverbot betroffen sind. US-Verteidigungsminister James Mattis hatte die Regierung in Teheran Anfang Februar als den "größten staatlichen Sponsor von Terrorismus" bezeichnet. (APA, 10.3.2017)

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