"Resident Evil 7": Brutalste Szene hat es nicht ins Spiel geschafft

9. März 2017, 12:04
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Chefentwickler erklärt die Hintergründe zum schockierenden Anfang des Spiels

In "Resident Evil 7" mit oder ohne VR-Brille durch die klaustrophobischen Gänge und Zimmer des Hauses Baker zu schleichen, hat etwas ungemein Bedrohliches. Nicht zuletzt deshalb, weil dem Spiele in der Egoperspektive gleich zu Beginn die eigene, virtuelle Sterblichkeit klar gemacht wird. Laut Chefentwickler Koshi Nakanishi hatten man ursprünglich sogar einen noch weit brutaleren Einstieg in den Horrortrip geplant, sich letztendlich aber für eine abgeschwächte Version entschieden, berichtet die Seite PC Gamer von einem Vortrag des Game-Directors auf der Game Developers Conference.

Achtung Spoiler!

Bereits in der ersten Stunde trifft man als Protagonist Ethan auf eine scheinbar von Dämonen besessene Antagonistin, die einem mit der Kettensäge die linke Hand absägt. Es ist ein Schlüsselmoment, der die Kräfteverhältnisse etabliert. War in vorangegangenen "Resident Evil"-Teilen eine gut ausgerüstete Spezialeinsatzkraft in düsteren Umständen, ist man im jüngsten Werk ein gewöhnlicher Mann, der sich in einem Albtraum wiederfindet.

Nakanishi zufolge hätte den anfänglichen Plänen nach tatsächlich nicht nur die Hand abgetrennt werden sollen, sondern gleich der gesamte Unterkörper. Beinlos hätte sich der Spieler dann an einen sicheren Ort ziehen müssen.

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Es geht sehr gruselig zu: Wir spielen "Resident Evil 7"

Beengter Albtraum

Wie Nakanishi erklärt, habe man die Zweiteilung des Protagonisten schlussendlich als zu extrem erachtet. Dennoch wollten das Team Ethan in eine Situation versetzen, aus der Spieler zunächst keinen Ausweg sehen. Ziel war es, das klaustrophobische Gefühl von Horrorfilmen wie "Evil Dead" einzufangen, weshalb man sich auch dazu entschied, die Geschichte in einem abgelegenen Haus, in dem nur wenige Gegenspieler spuken, anzusiedeln. (zw, 9.3.2017)

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    bild: resident evil 7
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