Milliardär Bronfman soll auf Gebot für Time-Verlag verzichten

9. März 2017, 06:10
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Preis angesichts Sanierungsbedarf zu hoch

Berlin – Der US-Unternehmer Edgar Bronfman nimmt nach Insider-Informationen Abstand von einem milliardenschweren Angebot für den amerikanischen Time-Verlag. Bronfman, Chef der Private-Equity-Firma Accretive, sei zusammen mit dem israelischen Unternehmer Ynon Kreiz zu dem Schluss gekommen, dass der Preis angesichts einer notwendigen Sanierung zu hoch sei, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

Ein Sprecher der Investorengruppe wollte sich dazu nicht äußern. Beim Time-Verlag, Herausgeber der Magazine "Time", "People" und "Sports Illustrated", war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Im vergangenen Monat hatte der "Time"-Herausgeber einem Medienbericht zufolge ein Übernahmeangebot Bronfmans über rund 1,8 Milliarden Dollar (1,7 Mrd. Euro) ausgeschlagen. Der Verlag bekommt den Rückgang bei Werbeerlösen zu spüren.

Früheren Medienberichten zufolge denkt der Time-Verlag über einen Verkauf oder eine Partnerschaft nach. Ein Bieter könnte der US-Medienkonzern Meredith sein. Der Time-Verlag hatte bereits vor einigen Jahren mit ihm über den Verkauf eines Mehrheitsanteils an seinem Zeitschriften-Geschäft verhandelt. Bei Meredith war niemand für einen Kommentar zu erreichen. (APA/Reuters, 9.3.2017)

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