Medienkonzerne wollen Werbeblocker gerichtlich verbieten lassen

8. März 2017, 20:11
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Süddeutsche, ProSiebenSat1 & Co klagen bei Oberlandesgericht München

Unterföhring – Deutsche Medienunternehmen klagen vor dem Oberlandesgericht München gegen eine Software, die Werbung auf Internetseiten blockiert. Die Unternehmen, darunter die Süddeutsche Zeitung und ProSiebenSat1, wollen die kostenlose Werbeblocker-Software Adblack Plus verbieten lassen und verlangen von der Kölner Firma Eyeo Schadenersatz.

Nach Meinung der Kläger greift die Software, die unerwünschte Werbung im Internet deaktiviert, erheblich in die Strukturen ihrer Internetseiten mit journalistischen Inhalten ein. In der Folge könnten annähernd keine Werbeerlöse mehr erzielt werden. Die vorherige Instanz hatte die Klagen weitgehend abgewiesen, dagegen legten die Medienunternehmen Rechtsmittel ein.

Es ist nicht die erste Klage deutscher Medien gegen Adblocker; die österreichische Wettbewerbsbehörde untersuchte Werbeblocker in den vergangenen Jahren ebenfalls. (APA, red, 8.3.2017)

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