Künstliche Intelligenz: Leukämie-Labor setzt auf Dr. Watson

8. März 2017, 14:50
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Mit kognitiver Intelligenz sollen verborgene Erkenntnisse aus großen Datensätzen gefiltert werden. Forscher erhoffen sich damit neue Strategien für individuelle Behandlungen

Die Erforschung und Behandlung von Krebs könnte mit Hilfe von künstlicher Intelligenz enorme Schritte vorankommen. Das Münchner Leukämie-Labor MLL geht dafür eine Partnerschaft mit IBM und dem US-Gentechnik-Spezialisten Illumina ein. Damit solle eine neue Ära in der Leukämie-Forschung eingeleitet werden, sagt Torsten Haferlach, Mitgründer des Instituts.

Die Forscher erhoffen sich unter anderem neue Strategien für die individuelle Behandlung von Blutkrebs-Patienten. Kognitive Intelligenz sei der Schlüssel, um in großen Datenbeständen verborgene Erkenntnisse zu heben, sagte Bart de Witt von IBM.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, einen technologischen Prototyp auf Basis des Supercomputers Watson von IBM zu entwickeln, der die Forscher bei der Behandlung von Leukämie-Patienten unterstützten soll. Das Münchner Institut wolle seine eigene Expertise und Datenbestände mit Watson und Illuminas neuer Plattform für die DNA-Sequenzierung kombinieren, so Haferlach. Die Erkenntnisse sollen später auch anderen Forschungseinrichtungen zur Verfügung stehen. (APA, 8.3.2017)

  • Der Supercomputer Watson von IBM soll bei der Behandlung von Leukämie-Patienten unterstützen.
    foto: ap

    Der Supercomputer Watson von IBM soll bei der Behandlung von Leukämie-Patienten unterstützen.

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