Libysche Einheitsregierung will umkämpfte Ölterminals einnehmen

    8. März 2017, 13:06
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    Mit dem Vorhaben ist das Risiko des weiteren Anheizens des Konfliktes verbunden

    Tripolis – Die international anerkannte Regierung Libyens will umkämpfte Ölterminals in dem Bürgerkriegsland erobern. Die sogenannte Einheitsregierung von Ministerpräsident Fayez Al-Seraj (Sarradsch) kündigte am Dienstagabend an, die mit ihr verbündete Einheit zum Schutz der wichtigen Öl-Einrichtungen – die teilweise wie eine Miliz agierende PFG – sei mit der riskanten Übernahme beauftragt worden.

    Das Vorgehen der Einheitsregierung ist ein Risiko für ein weiteres Anheizen des libyschen Konfliktes, denn die Öl-Terminals an einem zentralen Küstenabschnitt des gespaltenen Landes wurden bis vor wenigen Tagen von einem einflussreichen General kontrolliert, der mit der Gegenregierung im ostlibyschen Tobruk verbündet ist.

    General Khalifa Haftar verlor die Kontrolle allerdings, als eine verfeindete Miliz aus der ebenfalls umkämpften Großstadt Benghazi die Ölterminals vergangene Woche angriff. Die Einheitsregierung in Tripolis hatte zu diesem Zeitpunkt mitgeteilt, mit den Gefechten nichts zu tun zu haben. (APA, 8.3.2017)

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