Innsbrucker Bischofsernennung: Hoffnung auf Ostern

8. März 2017, 12:49
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Sitz seit Übersiedlung von Bischof Scheuer nach Linz vakant, Diözesanadministrator Bürgler wird als Kandidat gehandelt

Innsbruck – Der Innsbrucker Diözesanadministrator Jakob Bürgler, der auch als Bischofskandidat gehandelt wird, hält eine Bischofsernennung zu oder um Ostern "gefühlt für möglich". Den großen Unmut angesichts der langen Sedisvakanz, auf den er bei einer Gedenkmesse für den 2013 verstorbenen Altbischof Reinhold Stecher hingewiesen hatte, sehe er hingegen nicht mehr.

Auf den Zeitpunkt der Bischofsernennung hin befragt wollte sich Jakob Bürgler am Mittwochvormittag nicht festlegen. "Gefühlt" glaube er aber, dass rund um Ostern herum ein guter Zeitpunkt für die Bischofsernennung sein könnte.

Bürgler führte weiter aus, dass er vor einiger Zeit schon klar benannt habe, dass eine "gewisse Ungeduld und Unsicherheit" in Bezug auf anhaltende Sedisvakanz spürbar geworden sei. Er stelle aber fest, dass es seither wieder "sehr ruhig" um diese Sache geworden sei. "Ich habe den Eindruck, dass viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und viele Menschen, die mit der Kirche verbunden sind, nach wie vor mit großem Vertrauen auf die Ernennung des Bischofs warten", so Bürgler. Es bestehe aus seiner Sicht kein Grund, "dieses Vertrauen jetzt nicht mehr zu haben".

Die Gründe für die lange Dauer der Bischofsernennung könne er nicht klar benennen. Es gebe einen langen Prozess, der aber gut verlaufen sei, so Bürgler. Er selbst sehe keinen Grund, jetzt "nervös zu werden". Man befände sich auf einem "guten Weg des Vertrauens" und wolle dem kommenden neuen Bischof "einen guten Boden bereiten", sagte der Diözesanadministrator.

Der vorherige Generalvikar Bürgler leitet die Diözese als Diözesanadministrator, nachdem Bischof Manfred Scheuer Anfang 2016 nach Linz gewechselt ist. Bürgler gilt unter anderen selbst als möglicher Nachfolger Scheuers. (APA, 8.3.2017)

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