Ex-Tesla-Manager planen Mega-Batteriefabrik in Schweden

7. März 2017, 15:32
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Vier Milliarden Euro sollen für den Bau einer Gigafactory eingesammelt werden

Tesla erhält offenbar Konkurrenz aus den früheren eigenen Reihen. Eine Gruppe um den einstigen Tesla-Vizechef Peter Carlsson hat Pläne für eine Gigafactory in Schweden bestätigt. Carlsson hat das Unternehmen Northvolt gegründet, das die für das Werk benötigten knapp vier Milliarden Euro bei Investoren einsammeln will. Die schwedische Fördereinrichtung Vinnova und die staatliche Energieagentur sollen ihre Unterstützung bereits zugesagt haben.

Die Lithium-Ionen-Batterie soll ab 2020 produziert werden und bis 2023 eine Größenordnung von 32 Gigawattstunden erreichen. Damit käme das neue Werk annähernd in die Größenordnung der von Tesla und Panasonic in Bau befindlichen Fabrik in Nevada. Carlsson begründet die Initiative in einem Interview mit der "Financial Times" auch mit der angestrebten Energieunabhängigkeit Europas. Derzeit stammten die führenden Anbieter aus Asien.

Als größte Herausforderung für das Unterfangen gelten die Finanzierung und die knappen Rohstoffe. Vor allem bei Kobalt und Nickel sind die Preise wegen der steigenden Nachfrage – insbesondere im Bereich der Elektroautos – bereits rasant gestiegen. Einige Rohstofffonds haben zudem größere Mengen an Kobalt aufgekauft und eingelagert und treiben damit den Preis zusätzlich nach oben. Für Schweden sprächen die Verfügbarkeit erneuerbarer Energie und der nicht allzu weit entfernte Abbau der benötigten Metalle, beispielsweise in finnischen Minen. (red, 7.3.2017)

  • Tesla und Panasonic bauen schon länger in Nevada an einer Batteriefertigung.
    foto: reuters

    Tesla und Panasonic bauen schon länger in Nevada an einer Batteriefertigung.

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