Ausgehverbot für Bewohnerinnen indischer Studentenheime

7. März 2017, 11:59
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Frauenministerin: Maßnahme schützt Frauen vor "hormonellen Ausbrüchen"

Neu-Delhi – Die indische Ministerin für Frauenangelegenheiten, Manekha Gandhi, hat kurz vor dem Weltfrauentag mit ihrem Plädoyer für nächtliche Ausgangssperren für Frauen eine Kontroverse ausgelöst. Sie sagte dem Nachrichtensender NDTV am Montag, Ausgangssperren würden Studentinnen vor ihren eigenen "hormonellen Ausbrüchen" schützen. Die Äußerung sorgte in den sozialen Netzwerken für Spott und Kritik.

In vielen indischen Hochschulwohnheimen gelten nachts Ausgangssperren für Frauen, aber nicht für Männer. KritikerInnen bezeichnen die Regelungen als sexistisch und überholt. Gandhi sagte hingegen: "Die Ausgangssperren stellen eine rote Linie für die Sicherheit der Studentinnen dar."

In Indien werden jedes Jahr knapp 40.000 Fälle von Vergewaltigungen gemeldet. Ein Kritiker schrieb deshalb im Kurzbot Twitter, dass es sicherer sei, hormongesteuerte Männer wegzusperren, anstatt Frauen zu verbieten, ein erfülltes Leben zu führen. (APA, 7.3.2017)

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