Flug MH370: Angehörige gründen Fonds, um Suche zu finanzieren

7. März 2017, 08:35
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Familien wollen Suche fortsetzen – Maschine verschwand am 8. März 2014

Saint-Denis/Kuala Lumpur – Drei Jahre nach dem rätselhaften Verschwinden einer Malaysia-Airlines-Passagiermaschine mit 239 Menschen an Bord haben Angehörige verlangt, die Suche wieder aufzunehmen. "Wir wollen nicht akzeptieren, dass Flug MH370 ohne eine Spur verschwinden kann", sagte die Anwältin Grace Nathan, deren Mutter unter den verschollenen Fluggästen ist. "Flugzeuge können ersetzt werden, 239 Menschenleben nicht."

Die offizielle Suche ist Mitte Jänner eingestellt worden, weil kaum noch Aussicht besteht, das Flugzeug zu finden. Das Gebiet im Indischen Ozean, in dem die Maschine vermutet wird, ist etwa 120.000 Quadratkilometer groß. Zum dritten Jahrestag gründeten Angehörige nun einen Fonds, um eine Fortsetzung der Suche privat zu finanzieren. Ziel ist, etwa 15 Millionen US-Dollar (etwa 14,2 Millionen Euro) zusammenzubringen.

Vom Radar verschwunden

Die Boeing 777 war am 8. März 2014 auf einem Linienflug von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur in die chinesische Hauptstadt Peking plötzlich von den Radarschirmen verschwunden, ohne dass man dafür bisher eine offizielle Erklärung hat. Die meisten der 239 Menschen an Bord kamen aus China. (APA, 7.3.2017)

  • Die Familien der verschwundenen Passagiere wollen nicht aufgeben.
    foto: ap photo/daniel chan, file

    Die Familien der verschwundenen Passagiere wollen nicht aufgeben.

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