Die besten Smartphones des Mobile World Congress

7. März 2017, 09:05
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Vom High-End-Modell von Sony bis zu Nokias und Motorolas günstiger Einsteigerklasse

Der Mobile World Congress 2017 ist Geschichte, in den kommenden Wochen und Monaten müssen sich die dort vorgestellten Produkte bewähren. Hunderte Unternehmen buhlen in Barcelona jährlich um die Aufmerksamkeit von Fachpublikum und Presse in den dichtgedrängten Messehallen. Auf der Masse stechen aber immer nur einige wenige Produkte hervor.

Sony Xperia XZ Premium

Besonders tief in die Feature-Kiste griff Sony. 4k-HDR-Display, Super-Slow-Motion-Kamera, der neueste Snapdragon-Prozessor 835 und ein wasserdichtes Gehäuse – was das Unternehmen nur irgendwie in das Xperia XZ Premium reinpacken konnte, landete auf der Specs-Liste. "Weil wir es können", lautet die Antwort des Konzerns nach dem Warum. Das bringt natürlich auch Abstriche – das fast randlose Display anderer Modelle geht sich hier nicht mehr aus. Das ist aber nur ein kleiner Wermutstropfen. Und so wurde das Xperia XZ Premium von den Veranstaltern auch zum besten Smartphone der diesjährigen Messe gekürt.

foto: standard/riegler
Sony Xperia XZ Premium

LG G6

Keine Überraschungen oder Experimente, dafür wieder ein typisches Android-Flaggschiff zeigte LG mit dem G6. Langweilig für die einen, die sich eine Weiterentwicklung des modularen Konzepts des G5 erhofften. Ein No-Brainer für all jene, die ein solides High-End-Modell mit größerem Display, besserer Kamera und schmälerem Design erwarten. Ein Rückschlag ist für LG, dass man nicht den neuesten Snapdragon-Chip verbauen konnte. Die Leistung des Smartphones wird das aber wahrscheinlich nur bei Benchmarktests, weniger im realen Gebrauch schmälern.

foto: standard/riegler
LG G6

Huawei P10

Krampfhaft den Vergleich zu Apple sucht der chinesische Hersteller Huawei, bei Präsentationen gibt es immer wieder Seitenhiebe auf das iPhone. Das P10 ist ähnlich wie das LG G6 ein Smartphone-Flaggschiff mit erwartbaren und doch guten Features. Die Doppelkamera, das wasserdichte Gehäuse, die schnelle Datenübertragung mit 4,5-G-Unterstützung und ein stärkerer Akku machen das P10 zu einem Gerät, das sicher viele Käufer finden wird.

foto: standard/sulzbacher
Huawei P10

Moto G5 und G5 Plus

Keine Flaggschiffe, dafür Smartphones für die Einsteiger- und Mitteklasse, die einen durchaus guten Eindruck hinterlassen haben, lieferte Lenovos Tochter Motorola. Das G5 und das G5 Plus unterscheiden sich in Größe und Leistung voneinander. Ein Feature, das nur mehr wenige Smartphones bieten: beim G5 lässt sich der Akku auswechseln. Was die beiden Smartphones aber vor allem interessant macht in der Preis unter 300 Euro.

foto: standard/riegler
Moto G5 und G5 Plus

Nokias Android-Smartphones und das 3310

Ein Unternehmen, das besonders viel Aufmerksamkeit bekommen hat, war dieses Jahr Nokia. Einerseits mit seinen ersten drei Smartphones mit Android, andererseits mit der Neuauflage des populären Klassikers 3310. Mit den drei Smartphone-Newcomern will das Unternehmen nicht mit hochpreisigen Modellen wie Samsungs Galaxy S7 oder Apples iPhone konkurrieren, sondern den Markt von hinten bei der Einstiegsklasse aufrollen. Erste Tests lassen vermuten, dass das gelingen könnte.

foto: standard/riegler
Nokia 5

Beim 3310 ist schon weniger klar, welche Absicht dahinter steckt: ein weiteres Feature Phone für Schwellenmärkte? Dafür ist der Preis von 49 Euro im Vergleich zu anderen Modellen etwas zu hoch. Ein Retro-Handy für den Hipster-Lifestyle? Hier ist der Markt mit dem ausschließlichen 2G-Support des Handys, das in vielen Ländern bald abgeschaltet werden soll, eher begrenzt. Oder einfach nur ein Marketing-Gag um die Marke wieder ins Gespräch zu bringen? Letzteres hat jedenfalls funktioniert – Nokia konnte in puncto Publicity den Highend-Flaggschiffen die Show stehlen. (Birgit Riegler, 6.3.2017)

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