Ukraine: Prostituierte fordern Legalisierung ihres Berufs

6. März 2017, 10:12
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Sexarbeiterinnen in der Ukraine müssen bei Polizeiaufgriff Bußgeld zahlen

Kiew – Etwa 200 ukrainische Prostituierte haben in Kiew für eine Legalisierung ihres Berufs demonstriert. Nach Angaben der Organisatorinnen vom Freitag war es die erste derartige Kundgebung in der Ex-Sowjetrepublik. Die maskierten Frauen versammelten sich am Parlamentsgebäude. Auf Plakaten schrieben sie, Sexarbeit sei eine Arbeit wie jede andere.

Europäische Hochburg des Sextourismus

Seit 2005 werden Prostituierte in der Ukraine nicht mehr strafrechtlich verfolgt; sie müssen aber Bußgeld zahlen, wenn die Polizei sie aufgreift. Die Einrichtung von Bordellen ist verboten. In den Städten des Landes prostituieren sich nach Berechnungen von Hilfsorganisationen etwa 1,5 Prozent der Frauen. In Westeuropa liegt der Schnitt zwischen 0,4 und 1,4 Prozent. Die Ukraine gilt seit Jahren als eine Hochburg des Sextourismus in Europa.

Nach Angaben der Internationalen Migrationsorganisation IOM hat die Ukraine die fünftgrößte Zahl an Prostituierten in Westeuropa nach Nigeria, Albanien, Rumänien und der Republik Moldau. (APA, 6.3.2017)

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