Computerunternehmer Dell wird Miteigentümer von GfK

5. März 2017, 13:24
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S-Finanzinvestor KKR macht bei Übernahme des Marktforschers gemeinsame Sache mit Michael Dell

Der US-Finanzinvestor KKR macht bei der Übernahme des deutschen Marktforschers GfK nun gemeinsame Sache mit dem amerikanischen Computerunternehmer Michael Dell. Dells privater Beteiligungsfonds MSD Capital steigt in die Finanzholding ein, über die KKR seine Anteile an der GfK hält. Darauf hätten sich die beiden Investoren geeinigt, teilte KKR in der Nacht zum Samstag mit.

Dells Einstieg bei der GfK während des laufenden Übernahmeangebots von KKR hatte für Verunsicherung gesorgt. Denn dies drohte den Plan der Nürnberger GfK zu gefährden, mit Hilfe des finanzkräftigen Investors aus der Krise zu kommen.

Kooperation

Am Ende übersprang KKR nur knapp die Hürde, um zusammen mit dem GfK-Verein als Mehrheitsaktionär auf 75 Prozent an der GfK zu kommen. Nun ist auch Michael Dell an Bord. Er gab einen Teil der 10,07 Prozent, die er an der GfK zusammengekauft hatte, für 50 Mio. Euro an KKR ab, tauschte ein GfK-Aktienpaket von 6,89 Prozent aber in Anteile der KKR-Holding Acceleratio. Daran dürfte er nun knapp ein Viertel der Anteile halten. Zusammen kommen der GfK-Verein und Acceleratio nach Ablauf der letzten Frist nun auf knapp 86 Prozent an der GfK. Dem Verein gehören rund 550 GfK-Kunden aus der Konsumgüterbranche und andere Organisationen an.

KKR soll dem Unternehmen auf die Sprünge helfen, das durch Großfusionen in der Werbe- und Marktforschungsbranche von Riesen wie Nielsen und WPP (TNS Infratest) immer stärker abgehängt worden ist. Bekannt ist die GfK für den Konsumklima-Index, der einer der meistbeachteten Konjunkturindikatoren in Deutschland ist, und für die Ermittlung der Einschaltquoten im Fernsehen. Ihr Geld verdient sie vor allem mit Marktforschungs-Studien für Hersteller und Händler von Konsumgütern. (Reuters, 5.3.2017)

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