Mindestens 69 Cholera-Tote in Somalia

4. März 2017, 13:26
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Wasserknappheit in von Dürre geplagtem Land dürfte zu Ausbruch der Krankheit geführt haben

Mogadischu – Nach einem Cholera-Ausbruch im Südwesten von Somalia sind mindestens 69 Menschen gestorben. Bei den Opfern handle es sich überwiegend um Kinder und ältere Menschen aus den Dörfern im Umkreis der Stadt Baidoa, sagte der Chef des örtlichen humanitären Hilfsdienstes, Abdullahi Omar Roble, am Samstag. 70 weitere Menschen würden noch im Krankenhaus behandelt.

Grund für den am Freitag bekannt gewordenen Ausbruch der Krankheit sei Wasserknappheit in dem von Dürre geplagten Land, so Roble. Es gebe nicht genügend Medikamente, um alle Betroffenen zu versorgen.

Cholera ist eine Durchfallkrankheit, die unbehandelt zum Tod führen kann. Die Infektion wird durch Bakterien in der Nahrung oder in verunreinigtem Wasser hervorgerufen.

Erst vor wenigen Tagen hatte Somalia in den Dürregebieten den Notstand erklärt. Von der Wasserknappheit sind derzeit rund 6,2 Millionen Menschen betroffen. Hilfsorganisationen warnten vor einer drohenden Hungersnot. Wegen des Konflikts zwischen Regierungstruppen und islamistischen Al-Shabaab-Milizen können Helfer nicht alle Gebiete erreichen. (APA, 4.3.2017)

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