WAC soll Admiras Erfolgslauf nicht stoppen

3. März 2017, 15:51
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Niederösterreicher unter Buric noch unbesiegt und nur mit einem Gegentor – "Taktische Disziplin" Erfolgsgeheimnis

Maria Enzersdorf/Wolfsberg – Nur ein Gegentor in drei Spielen und keine Niederlage: Admira Wacker Mödling ist unter Neo-Coach Damir Buric in der Fußball-Bundesliga sehr gut unterwegs. Im Tabellennachbarschaftsduell des Siebenten mit dem punktgleich davor liegenden WAC wollen die Niederösterreicher in der Lavanttal-Arena den positiven Trend fortsetzen. In den bisherigen direkten Saisonduellen gewann aber jeweils das Heimteam.

Am 27. August fertigten die Wolfsberger vor allem dank eines Triplepacks von Philipp Prosenik die Admira mit 5:0 ab, am 19. November revanchierten sich die Südstädter mit einem 4:1-Sieg. "Ich erwarte ein sehr interessantes Spiel, weil zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die zuletzt Erfolgserlebnisse gehabt haben", sagte Buric. Der WAC werde nach dem 2:1-Sieg gegen Rapid "mit breiter Brust" antreten. "Der WAC hat eine erfahrene Mannschaft, die abgezockt ist, aus einer guten Organisation nach vorne umschaltet und sehr gefährlich bei Standards ist", analysierte der 52-jährige Kroate. In der Offensive warnte er vor allem vor dem "sehr gefährlichen" Prosenik.

Mit Christoph Monschein hat er einen ebenso gefährlichen Angreifer in seinen Reihen, der mit acht Toren diese Saison gar einmal mehr als Prosenik getroffen hat. Das Prunkstück der Admira im Frühjahr war aber bisher vor allem die Defensive, nur beim 1:1 gegen Altach musste Goalie Andreas Leitner hinter sich greifen. "Ich bin sehr zufrieden mit der taktischen Disziplin. Wir lassen wenig Chancen zu und haben eine gute Balance zwischen Defensive und Offensive", nannte Buric das Erfolgsrezept. Eine Entwicklung seines Teams sei absolut erkennbar. "Jetzt wollen wir uns weiter stabilisieren", so der Nachfolger von Oliver Lederer.

Mit acht Punkten Vorsprung auf Schlusslicht Ried haben beide Teams im Kampf um den Klassenerhalt sehr gute Karten. Der Sieger im direkten Duell kann vorerst vor allem nach vorne schauen. "Die Situation ändert sich Woche für Woche. Die unteren Teams bringen auch Leistung und punkten viel", weiß Buric. Auch deshalb will WAC-Coach Heimo Pfeifenberger im Falle eines Heimerfolges von einem vorzeitigen Klassenerhalt noch nichts wissen. "Dafür ist es viel zu früh", betonte der Salzburger. Er will mit seiner Mannschaft so schnell wie möglich die 30-Punkte-Marke erreichen, darauf fehlen noch zwei Zähler.

Mit dem dritten Liga-Heimsieg in Folge wäre das Zwischenziel bereits übertroffen. "Wir wollen unsere Heimstärke wieder zeigen", verlautete Pfeifenberger. Dafür sei ein Auftritt wie in den bisherigen Frühjahrspartien nötig. "Wir müssen in jeder Phase geschlossen als Mannschaft auftreten", forderte der WAC-Trainer. Kleinigkeiten werden wohl den Unterschied ausmachen. "Beide Teams sind eigentlich fast die ganze Saison ziemlich im Gleichschritt unterwegs. Die Admira ist im Frühjahr kompakter geworden, es wird sehr schwer", rechnete der WAC-Trainer mit harter Gegenwehr. (APA, 3.3.2017)

WAC – FC Admira Wacker Mödling (Wolfsberg, Lavanttal-Arena, Samstag, 18.30 Uhr, SR Grobelnik). Bisherige Saisonergebnisse: 5:0 (h), 1:4 (a)

WAC: Kofler – Standfest, Sollbauer, Rnic, Palla – Sanogo, M. Leitgeb, Tschernegg, Klem – Orgill, Prosenik

Ersatz: Sallinger – Baldauf, Drescher, Rabitsch, Offenbacher, Ouedraogo, Topcagic

Es fehlen: Jacobo, Hüttenbrenner, Wernitznig (alle bei Amateuren im Einsatz), Hellquist (Knieverletzung), Trdina, Rosenberger (im Aufbautraining), Dobnik (Kreuzbandriss), G. Nutz (Seitenbandverletzung im Knie), Zündel (Bänderriss im Sprunggelenk)

Admira: Leitner – Zwierschitz, Wostry, Strauss, Ebner – Lackner, D. Toth – Sax, Knasmüllner, Spiridonovic – Monschein

Ersatz: Kuttin – Pavic, Bajrami, Maranda, Posch, Vastic, Starkl, Schmidt, Grozurek, Wessely

Es fehlt: Fischerauer (Kreuzbandriss)

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