Auktionen: Von Gewinnern und Verlierern

3. März 2017, 15:57
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Die einen streiften saftige Renditen ein, andere versenkten indes ganze Vermögen

Wirft man einen Blick auf die aktuell in London für Werke der Sparte Impressionist & Modern Art erzielten Umsätze, dann darf der Saisonstart als gelungen gewertet werden. Bei Christie's schlugen sich die Besitzerwechsel in drei Sitzungen mit umgerechnet rund 187 Millionen Euro zu Buche, während Kontrahent Sotheby's nach nur zwei Sales stolze 250 Millionen Euro notierte.

An der Spitze der Top-Zuschläge der Woche (siehe Tabelle) glänzt Gustav Klimts Bauerngarten (1907), der für rund 56 Millionen Euro und damit zum zweithöchsten je bei einer Auktion für Klimt erzielten Wert in eine unbekannte Sammlung wechselte. Dem Verkäufer David Graham wurde der Trennungsschmerz mit einer saftigen Rendite von fast 52 Millionen Euro versüßt: 1994 hatte er das Gemälde für 3,7 Millionen Pfund bei Christie's ersteigert.

Neben Gewinnern gibt es allerdings auch Verlierer, wie zwei Werke Paul Gauguins aktuell belegen: Te Arii Vahine aus dem Jahr 1896 gefiel bei Sotheby's jetzt bis zu 9,78 Millionen Euro. Der Einbringer hatte dafür bei der Galerie Kornfeld (Bern) 2010 "nur" 3,86 Millionen eingesetzt.

Das krasse Gegenteil gilt es für Te Fare von 1892 zu diagnostizieren: 23,78 Millionen Euro (25,24 Millionen Dollar) bewilligte jetzt ein Telefonbieter bei Christie's. Damit ist amtlich, dass der russische Milliardär Dmitri Rybolowlew ein Vermögen versenkte, da Yves Bouvier ihm das Bild im Juni 2008 einst für 85 Millionen Dollar verkaufte.

In die gleiche Kerbe schlug René Magrittes Le domaine d'Arnheim, für das der Schweizer Geschäftsmann Rybolowlew 43,5 Millionen Dollar abgeluchst hatte und für das der Hammer jetzt bei nur 12,7 Millionen Dollar (11,98 Millionen Euro) fiel. (kron, 3.3.2017)

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