Krebs: Hohe Überlebenschancen durch personalisierte Therapie

    3. März 2017, 14:32
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    Durch die Kombination mehrerer Methoden steigen Heilungschancen und Lebensqualität. Aussagekräftige Studien fehlen aber

    Wien – Mit individueller Therapie für individuelle Krebspatienten steigen Heilungschancen, Überlebenszeit und Lebensqualität, sind Experten sich einig. Der Linzer Urologe Wolfgang Loidl verweist auf vielversprechende Zukunftsaussichten bei der multimodalen Behandlung. Aussagekräftige Langzeitstudien seien eine Herausforderung.

    Der Jahreskongress des Dachverbands der onkologisch tätigen Fachgesellschaften beschäftigt sich heuer mit der optimalen interdisziplinären Behandlung diverser Krebsformen. Zum Teil stehen aktuell mehrere vergleichbare effektive Optionen zur Verfügung. Hier gilt es, von Fall zu Fall individuelle Wege zu gehen. Solide nachvollziehbare Studienergebnisse und deren Finanzierung sind bei dieser Herangehensweise allerdings eine Herausforderung, erklären die Experten. Relativ wenig untersucht sind bis dato zum Beispiel die Wechselwirkungen von Immun- und Strahlentherapie und auch aussagekräftige Belege zu Langzeit-Nebenwirkungen fehlen.

    Bahnbrechende Erfolge

    Die Entwicklung neuer immunbiologischer Therapien brachte in der jüngeren Vergangenheit bedeutende Fortschritte. Tumorarten, gegen die es noch vor kurzem kaum Therapien gab, können oft gut behandelt werden. Ein Schlüssel für bahnbrechenden Erfolge in Sachen Therapie von Brust-, Darm-, Lungen-, Nieren- und Blasenkrebs, schwarzem Hautkrebs und bei bestimmten Blutkrebsformen liege einerseits bei der Immuntherapie, andererseits habe sich eine Kombination aller zur Verfügung stehender Therapieformen besonders bewährt, sagt Loidl, Primar am Ordensklinikum Linz. Multimodal und multidisziplinär werden immer öfter mehrere zeitlich abgestimmte Therapien im Zusammenspiel aller onkologisch tätigen Fachgruppen in einer ganz speziellen Kombination verordnet.

    So setzen Radioonkologen etwa auf eine Kombination von Immuntherapeutika und immunmodulatorischen Effekten der Strahlentherapie. Dabei dürften die Effekte nicht schlicht additiv zusammenwirken, erläutert der Innsbrucker Radioonkologe Peter Lukas. Sein Salzburger Kollege Felix Sedlmayer verweist auf technische Fortschritte in der Bildgebung und damit einhergehende Möglichkeiten individualisierter Strahlentherapie. Man könne so viel gezielter und kleinflächiger behandeln, ohne an Effektivität zu verlieren. (APA, 3.3.2017)

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