Drogen-Shooter "Ghost Recon Wildlands" löst diplomatische Krise aus

3. März 2017, 11:46
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Boliviens Regierung legt Beschwerde bei französischer Botschaft ein und erwägt rechtliche Schritte

Die bolivianische Regierung hat eine Beschwerde bei der französischen Botschaft über die Darstellung des Landes im kommenden Shooter "Ghost Recon Wildlands" eingereicht. Der Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass die Landesvertreter erzürnt darüber seien, wie Bolivien im Spiel als Umschlagplatz für Drogenkartelle portraitiert wird. Innenminister Carlos Romero zufolge habe man die französischen Behörden gebeten, sich der Sache anzunehmen, bevor man rechtliche Schritte unternimmt.

In "Ghost Recon Wildlands" werden Spieler als Soldaten einer Spezialeinheit hinter die Frontlinien geschickt, um das fiktive Drogenkartell Santa Blanca zu Fall zu bringen und die Allianz zwischen den Drogenhändlern und der korrupten Regierung zu brechen, um die bolivianische Bevölkerung von den Schrecken den kriminellen Herrscher zu befreien.

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Trailer zu "Ghost Recon Wildlands"

Fiktive Geschichte, schönes Land

Gegenüber Reuters erklärte der französische Hersteller Ubisoft, dass es sich dabei um ein fiktives Werk handele und man auf der Suche nach einer pittoresken Kulisse Bolivien aufgrund seiner "fantastischen Landschaft und Kultur" ausgesucht habe. "Wenngleich das Spiel eine fiktive Geschichte erzählt, die nicht die Realität in Bolivien widerspiegelt, hoffen wir, dass unsere Spielwelt der wunderschönen Topographie des Landes gerecht wird", heißt es in einer Stellungnahme. "Ghost Recon Wildlands" erscheint am 7. März für Windows-PC, PS4 und Xbox One. (zw, 3.3.2017)

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    bild: ghost recon wildlands
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