Rückschlag für Borealis in Steuerstreit um halbe Milliarde Euro

3. März 2017, 10:51
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OMV-Tochter mit Einspruch abgeblitzt – Finnische Steuerbehörde will 450 Mio. Euro – Seit 2014 anhängiger Streit dürfte vor Gericht landen

Wien – Der jahrelange Streit des Kunststoffproduzenten Borealis mit den finnischen Steuerbehörden spitzt sich zu und muss wohl vor Gericht entschieden werden. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin "Trend" in seiner aktuellen Ausgabe. Die Steuerbehörde will 450 Mio. Euro, ein Einspruch von Borealis wurde nun zurückgewiesen. An Borealis ist die OMV mit 36 Prozent beteiligt.

Konkret geht es um die finnische Tochtergesellschaft Polymers Oy, die wichtige Patente der Borealis verwaltet. Die Behörde argumentiert, dass die Patente bereits vor Jahren an Borealis verkauft worden seien, als diese ihre Zentrale im Jahr 2008 von Finnland nach Österreich verlegt hatte. Ein Verkaufserlös wäre steuerlich strenger zu behandeln als Lizenzeinnahmen.

Sollten sich die Finnen mit ihrer Rechtsansicht vor Gericht durchsetzen, könnte sich Borealis wahrscheinlich zumindest einen Teil des Betrages von der österreichischen Finanz zurückholen, heißt es in dem Bericht. (APA, 3.3.2017)

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