Eurofighter: Verschlüsselung nur mit Hilfe einer US-Firma

3. März 2017, 10:34
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Hinter dem Unternehmen wird die NSA vermutet – Österreich zahlt für Kryptoschlüssel

In der aktuellen Diskussion über die Eurofighter werden diese oft als "Klumpert" bezeichnet. Nicht nur von dem Grün-Politiker Peter Pilz. Tatsächlich sind die Jets technologisch nicht gerade auf der Höhe der Zeit, wie nicht nur die hohen Wartungskosten zeigen. Zusätzlich benötigen sie Unterstützung einer US-Firma, hinter der US-Geheimdienst NSA vermutet wird. Beweisen lässt sich das allerdings nicht. Das Bundesheer betont, dass man nur mit zivilen Mitarbeitern der Firma arbeitet.

Kryptokey

Diese stellt einen sogenannten Kryptokey zur Verfügung, mit dem die Eurofighter verschlüsselt kommunizieren können. Dafür sind Mitarbeiter der US-Firma auf dem Bundesheer-Flughafen in Zeltweg tätig. Das Bundesheer bestätigt dem WebStandard, dass die Firma weiterhin in Zeltweg tätig ist. Um welche Firma es sich handelt, konnte das Bundesheer auf Anfrage nicht sagen. Schon 2013 hüllte sich der damalige Verteidigungsminister Gerald Klug diesbezüglich in Schweigen.

Zusammenarbeit mit der NSA

Die Eurofighter können auch ohne Kryptoschlüssel, für deren Nutzung Österreich auch bezahlt, fliegen – ihre Kommunikation kann dann allerdings leicht abgehört und gestört werden. Das österreichische Militär arbeitet seit Jahrzehnten mit der NSA zusammen. So tauscht der Auslandsgeheimdienst Herresnachrichtenamt regelmäßig mit dem US-Geheimdienst Informationen aus. (sum, 3.3. 2017)

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    foto: apa
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