BBC-Fernsehteam von chinesischen Polizisten angegriffen

3. März 2017, 10:06
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Journalisten mussten Material löschen und Geständnis unterzeichnen

Peking – Ein Kamerateam des britischen Senders BBC ist in China angegriffen und festgehalten worden. Unter Androhung von Gewalt seien sie gezwungen worden, Material zu löschen und ein Geständnis zu unterzeichnen, berichtet der Korrespondent John Sudworth nach der Rückkehr am Freitag in Peking.

Der Zwischenfall passierte am Sonntag im Dorf Xindu in der Provinz Hunan. Das Team wollte Petitionäre interviewen, die zur am Sonntag beginnenden Jahrestagung des Volkskongresses nach Peking reisen wollten, um zu protestieren.

Schläger, Polizisten, Beamte

"Unter Androhung weiterer Gewalt" sei das BBC-Team gezwungen worden, Filmmaterial zu löschen und ein Geständnis zu unterzeichnen, "illegale Interviews" machen zu wollen, berichtete Sudworth. In den Zwischenfall seien rund 20 Schläger, uniformierte Polizisten und zwei Beamte des örtlichen Außenamtes verwickelt gewesen.

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Arbeitsbedingungen von Auslandskorrespondenten in China. 57 Prozent beklagten in einer Umfrage des Auslandskorrespondentenclubs FCCC, im vergangenen Jahr bei der Arbeit behindert worden zu sein. Acht Prozent berichteten von Gewalt und anderen Handgreiflichkeiten. 26 Prozent gaben an, dass ihre Informanten festgenommen, verhört oder belästigt worden seien. (APA, dpa, 3.3.2017)

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